Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Nachdem ein 22-jähriger Mönchengladbach sich am vergangenen Samstagabend in einem Zug entblößt und einer einer jungen Frau seinen Penis gezeigt hat, wollten Polizisten am Dortmunder Hauptbahnhof seine Identität feststellen. Dabei wurden sie jedoch von 180 Mönchengladbacher Fußballfans behindert, wie die Bundespolizei nun mitteilte.

Tatort Zug. Hunderte Mönchengladbacher Fußballfans befanden sich am Samstagabend auf der Rückreise aus Hannover. Um Kurz nach neun Uhr abends hielt der Regionalexpress dann am Dortmunder Hauptbahnhof.

Dort wandte sich dann auch eine 23-jährige Frau an die Polizei: Ein Mann habe ihr im Zug seinen Penis gezeigt, sie sexuell belästigt und beleidigt. Als die Bundespolizisten daraufhin den Zug betreten und den mutmaßlichen Täter dingfest machen wollten, stießen sie jedoch auf handfesten Widerstand.

Mönchengladbach Fans solidarisieren sich mit Exhibitionist

Etwa 180 Mönchengladbach-Fans solidarisierten sich laut Polizeiangaben mit dem Täter und behinderten die Polizei bei ihrer Arbeit. Zuerst hätten die Fans die Beamten verbal bedroht, sich Schals und Lederhandschuhe angezogen. Dann sei den Polizisten auch der Weg versperrt worden.

Als die Polizisten den Zug gemeinsam mit dem mutmaßlichen Täter verließen, stiegen auch die 180 Fans mit aus. Erst in Kooperation mit einem Vertreter des Mönchengladbacher Fanprojekts hätte die Identität des 22-Jährigen festgestellt werden können, berichtete die Bundespolizei.

Der junge Mann war bereits polizeibekannt. Auf ihn kommt nun ein Verfahren wegen exhibitionistischer Handlung, sexueller Belästigung und Beleidigung zu.