Die Wahllokale sind geschlossen. So reagieren die Parteimitglieder im Dortmunder Rathaus auf die Ergebnisse. Wir begleiten den Wahlabend für euch.

23 Uhr: Wir beenden den Ticker zur Bundestwagswahl 2017. Aber nicht, ohne noch etwas da zu lassen: Hier findet ihr die Ergebnisse aus Dortmund und hier lest ihr, was die Kandidaten zum Ergebnis sagen.

22 Uhr: Bereits am Mittag meldete die Stadt Dortmund eine höhere Wahlbeteiligung als bei der vergangenen Wahl 2013. Um 13 Uhr hatten 33,7 Prozent der Wahlberechtigten in einem der 386 Wahllokale abgestimmt. Derzeit sind es rund 72 Prozent der Wahlberechtigten, die ihre Stimme abgegeben haben.

Die Wahlbeteiligung war mit 91,1 Prozent im Jahr 1972 bislang am höchsten. Damals fuhr die SPD mit 45,8 Prozent der Stimmen den größten Erfolg ihrer Parteigeschichte ein.

20.30 Uhr: Oberbürgermeister Ullrich Sierau gibt seine Meinung zum Wahlergebnis und der Wahlparty in Dortmund ab. Das Ergebnis ist für ihn als SPD-Politiker nicht erfreulich. Er sagte: „Die SPD muss sich auf Bundesebene jetzt neu aufstellen und ihre Programmatik neu definieren.“ Jedoch sei es ja eine Bundestagswahl und keine Kommunalwahl gewesen.

In Bezug auf die Wahlparty im Rathaus war der Abend für Sierau gut verlaufen. Es seien viele Dortbunt-Helfer und Gäste gekommen. „Die Menschen sind angesichts der Wahlergebnisse dankbar für das Kulturprogramm gewesen“, meinte Sierau. Nur manchen sei es ein bisschen zu laut gewesen. Auf einer Bühne in der Halle des Rathauses waren über drei Stunden lang Bands und Kabarettisten aufgetreten. Laut Sierau war der Abend ohne Probleme verlaufen. Von der AfD in den Fraktionsräumen im vierten Stock des Rathauses habe er nicht viel mitbekommen. „Die haben mich nicht eingeladen und ich habe mich nicht eingeladen“, sagte Sierau.

Über das Wahlergebnis enttäuscht, mit der Wahlparty im Rathaus zufrieden: Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Foto: Florian Forth/Dortmund24

20.22 Uhr: In Dortmund liegt weiter die SPD mit rund 31 Prozent der Zweitstimmen vor der CDU (24 Prozent). Die weiteren Parteien liegen nahezu gleichauf. Derzeit ist die FDP mit 10,9 Prozent drittstärkste Kraft in Dortmund. Die AfD liegt bei 10,4 Prozent gefolgt von den Linken (9,6 Prozent) und den Grünen (8,4 Prozent).

19.35 Uhr: Wo es Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben. Unsere Grafik zeigt, wie heftig CDU und SPD Federn lassen mussten. Steil nach oben ging es stimmenmäßig hingegen für FDP und AfD. Grüne und Linke bleiben nach ersten Hochrechnungen stabil.

19.25 Uhr: Die neuen Hochrechnungen zur Bundestagswahl sind da. Unterdessen sind in Dortmund bei den Erststimmen mehr als 50 der 259 Wahlbezirke ausgezählt. Bei den Zweitstimmen liegt die SPD derzeit mit 31,5 Prozent vor der CDU mit 23,7 und der AfD mit 10,8 Prozent. Es sind rund 100 der 259 Wahlbezirke ausgezählt.

19.15 Uhr: In ihren Fraktionsräumen im vierten Stock des Rathauses feiern rund 30 Anhänger der AfD den ersten Einzug der Partei in den Bundestag – als drittstärkste Kraft mit rund 13 Prozent. Mit rot-weißem Flatterband ist der Eingang versperrt, hinter Deutschland-Girlande sitzen rund 30 Anhänger der Partei bei Bier und Spanferkel. „Die Menschen wollen einen Wechsel“, sagt Direktkandidat Matthias Helferich bei seiner Rede.

19 Uhr: Wir haben die Stimmen der Parteispitzen nach der ersten Prognose eingeholt:

18.45 Uhr: Es sind immer noch über 100 Besucher im Dortmunder Rathaus, die die Ergebnisse diskutieren und das Bühnenprogramm verfolgen. Gerade spielt die Band LA West. Es gibt Currywurst, Nudeln, Bier und andere Getränke. Vorbeikommen lohnt sich!

Die Band LA West sorgt für Stimmung im Dortmunder Rathaus. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24
Um 18.45 Uhr sind immer noch viele Besucher im Rathaus. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24
Es gibt Currywurst und Nudeln im Rathaus. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24
Wer nach dem vorläufigen Ergebnis ein Beruhigungs-Bier braucht: Auch dafür ist im Rathaus gesorgt. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24

18.35 Uhr: Die Parteianhänger im Dortmunder Rathaus haben die ersten Prognosen mit gemischten Gefühlen aufgefasst. Bei der Partei Die Linke und der FDP ist die Stimmung ausgelassen. Beide Parteien schneiden gut ab. Die FDP feiert mit rund 10 Prozentpunkten ihren erneuten Einzug in den Bundestag. Bei CDU und SPD blieben die Mienen hingegen versteinert. Die Parteien sind die größten Verlierer bei dieser Bundestagswahl.

Versteinerte Mienen bei den Dortmunder CDU-Anhängern. Links der Direktkandidat Steffen Kanitz. Foto: Florian Forth/Dortmund24

Grüne protestieren gegen Einzug der AfD

18.21 Uhr: Die Grünen protestieren im Dortmunder Rathaus mit einem Banner gegen den Einzug der AfD in den Bundestag.

Die Grünen protestieren gegen den Einzug der AfD in den Bundestag. Foto: Florian Forth/Dortmund24

18.12 Uhr: Die ersten Prognosen sind da. Die SPD schneidet darin historisch schlecht ab. CDU und FDP, die sich auf eine mögliche schwarz-gelbe Koalition gefreut hatten, können diese demnach nicht bilden. Gewinner sind vor allem die Linken und die AfD.

Rekord bei der Briefwahl

17.42 Uhr: Rund 97.000 Menschen haben in Dortmund übrigens ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Das ist Rekord, vermeldet die Stadtverwaltung bei Twitter. Somit haben sich 23,5 Prozent der Wahlberechtigten – aus welchem Grund auch immer – den Weg an die Urne erspart. Bei der vergangenen Bundestagswahl 2013 hatten 81.000 Menschen bereits vorzeitig ihre Kreuzchen gemacht.

17.20 Uhr: Der Sänger Fred Ape führt zwei seiner Lieder auf. Unter den Zuschauern sind fast ausschließlich Dortbunt-Helfer, die von der Stadt zur Party im Rathaus eingeladen wurden. Unter ihnen ist Sonja Kiesewalter, die einfach mal vorbeischauen wollte. Die Ergebnisse um 18 Uhr wartet sie auf alle Fälle ab, vielleicht bleibt sie bis zum Ende um 21 Uhr. Aber auch manche Besucher, die nichts mit Dortbunt zu tun haben, sind da. Zum Beispiel Heike Heim, die „das Rathaus bunt füllen“ möchte. Außerdem will sie Interesse zeigen, um den Politikern für ihre Arbeit zu danken.

Sänger Fred Ape sorgte für gute Stimmung. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24
Sonja Kiesewetter hat bei Dortbunt mitgeholfen und ist der EInladung ins Rathaus gefolgt. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24
Ein ganzes Team von der Musikschule ist da. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24

17.15 Uhr: Im Dortmunder Rathaus haben sich ungefähr 300 Besucher versammelt, die die Wahlparty verfolgen wollen. Oberbürgermeister Ullrich Sierau hielt um kurz nach 17 Uhr eine kurze Ansprache auf das bunte Dortmund. „Vielfalt und Respekt gehören zur DNA dieser Stadt“, sagte er. Er hoffe auf einen beschaulichen und ruhigen Abend ohne Störungen und Diskriminierungen. Damit spielte Sierau auf die Wahlparty zur Landtagswahl im Mai an, als Mitglieder der Partei die Rechte in der Eingangshalle des Rathauses standen und die Atmosphäre störten. Um dies zu vermeiden, wurden dieses Jahr die Helfer des Dortmunder Stadtfestes Dortbunt eingeladen, eine Party zu ihren Ehren im Rathaus zu feiern.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau begrüßte die Gäste im Rathaus. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24

17.10 Uhr: Rund 97.000 Menschen haben in Dortmund ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Das ist Rekord, vermeldet die Stadtverwaltung bei Twitter. Somit haben sich 23,5 Prozent der Wahlberechtigten – aus welchem Grund auch immer – den direkten Weg an die Urne gespart. Bei der vergangenen Bundestagswahl 2013 hatten 81.000 Menschen bereits vorzeitig ihre Kreuzchen gemacht.