Bild: Melissa Leonhardt/Dortmund24

Gemütlich durch’s Kreuzviertel ziehen, gute Live-Musik hören, ein paar neue Leute kennenlernen – und das Ganze gratis! Am Samstag (10. März) findet die Kneipennacht „Kreuzviertel-Live“ in Dortmunds angesagtestem Quartier statt. Wir verraten euch, was das Musikfest so besonders macht.

Das zehnte Jahr in Folge öffnen die Kneipen im Dortmunder Kreuzviertel am Samstag ihre Türen für Musikliebhaber aller Art. Acht Live-Bands sind dieses Jahr mit am Start, darunter der bekannte Reggae-Artist Roughhouse, die kleinste Rockband der Welt, die „Wohnzimmerband“ und die Gruppe „Woodpecker“. Ihre Motivation: Spaß haben und gemeinsam mit dem Publikum die Musik genießen!

Enno Koenig, Sänger der „Wohnzimmerband“, ist schon seit der ersten Kneipennacht 2008 mit dabei. „Bei Kreuzviertel-Live geht es nicht um’s Geld, sondern darum die Kunst zu etablieren und Dortmunder zu integrieren“, erzählt der Musiker. Mit der „Wohnzimmerband“ will er mit Rock, Pop und Oldies das Publikum begeistern. Dabei ist der Name Programm: „Wir wollen auf kleinstem Raum mit bestem Equipment die Leute beglücken!“ Gemeinsam mit seiner Band tritt er am Samstag im „Lokales im Kreuzviertel“ auf.

Entspannte Atmosphäre mit Reggae-Musik im Kumpel Erich

Ein bisschen ruhiger geht es in der traditionellen Ruhrgebietskneipe „Kumpel Erich“ zu. Wenn ihr auf sanfte Reggae-Töne steht, ist das eure erste Anlaufstelle! Besitzer Sebastian Nötzel steht mit ganzem Herzen hinter Kreuzviertel-Live: „Genau dafür steht ja das Kreuzviertel – ein kleines Dorf in der Stadt, eine Gemeinschaft quasi. Bei Kreuzviertel-Live können die Leute das ganze Viertel an einem Abend erleben.“

Am meisten freut sich Nötzel auf die halbe Stunde bevor es losgeht: „Jeder ist aufgeregt, der Raum vibriert förmlich.“ Für seinen Freund Roughhouse sei der Auftritt bei Kreuzviertel-Live immer der schönste Gig. „Er fliegt sogar extra einen Tag später als der Rest seiner Band nach Russland. Roughhouse ist es echt wichtig, dabei zu sein.“

Kumpel Erich im Kreuzviertel Dortmund Lindemannstraße Kreuzstraße Foto: von Joehawkins (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons
Die Kneipe Kumpel Erich im Kreuzviertel. Foto: Joehawkins CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.

Live-Musik als Dankeschön für die Gäste

Warum machen Wirte und Kneipenbesitzer bei Kreuzviertel-Live mit? Eintritt bekommen sie keinen. Für Christopher Reinecke, dem Besitzer der Kneipe „Mit Schmackes“ steht etwas anderes im Vordergrund: „Kreuzviertel-Live ist einfach eine tolle Sache! Man kann den Leuten was bieten und gleichzeitig etwas für Dortmund und das Kreuzviertel tun.“.

Nicht nur im Kreuzviertel wird die Kneipennacht immer bekannter. „Mittlerweile kommen auch Leute aus anderen Stadtteilen zu den Konzerten. Natürlich hat das auch einen gewissen Werbeeffekt, der für uns als Wirte von Vorteil ist“, erzählt Reinecke. Im „Mit Schmackes“ kommen Akustik-Fans am Samstag mit der Band „Woodpecker“ auf ihre Kosten.

Neun Lokale aus dem Kreuzviertel machen beim 18. Kreuzviertel-Live mit. Foto Ulf Schrader
Auch das Lokal „Mit Schmackes“ ist dieses Jahr wieder mit von der Partie. Foto: Ulf Schrader

Kreuzviertel-Live bringt Beziehungen in Schwung

„Nach einem Auftritt im Rahmen von Kreuzviertel-Live wollte ein Pärchen unsere Band „The Sunflames“ für ihren 25. Jahrestag buchen. Verheiratet waren die beiden aber nicht“, erinnert sich Ulf Schrader, der Organisator von Kreuzviertel-Live, der in den letzten Jahren selbst mit seiner Band teilgenommen hat. „Eigentlich wollten sie gar nicht mehr heiraten. Ich hab’s dann trotzdem vorgeschlagen – wenig später haben wir auf der Hochzeit gespielt.“

Laut „Wohnzimmerband“-Sänger Enno Koenig lernen sich öfters Paare bei der gemütlichen Kneipennacht kennen. „Die lockere Atmosphäre lädt einfach dazu ein. Also Scheiß auf Parship – Kreuzviertel-Live!“, lacht Koenig.

„Kreuzviertel Live ist Leben live“

Organisator Ulf Schrader betont die einzigartige Atmosphäre der Musiknacht – sowohl für die Gäste als auch für die Musiker. „Kreuzviertel-Live, das ist Leben live. Für uns ist das auch Interaktion mit dem Viertel.“, so Schrader.  Auch Andreas Nötzel, der Bassist der Band „Woodpecker“ gefällt das Konzept der Veranstaltung: „Die Leute kommen einfach vorbei und schauen mal rein. Da entsteht Spontanität, man kann als Künstler ganz anders spielen als bei bezahlten Auftritten.“

Wenn ihr Lust habt, euch am Samstag selbst von Kreuzviertel-Live zu überzeugen, solltet ihr am besten früh da sein. Kumpel Erich-Besitzer Sebastian empfiehlt: „So halb 7 ist perfekt. Am besten startet man langsam in den Abend, bestellt sich vielleicht was Kleines zu essen und freut sich einfach zusammen auf die Band.“

Wer genau am Samstag, 10. März bei Kreuzviertel-Live auftritt, erfahrt ihr hier. Los geht’s um 20 Uhr in verschiedenen Kneipen im Kreuzviertel. Der Eintritt ist frei!

www.kreuz4tel-live.de