Viele Dortmunder haben auf unseren Ratten-Post bei Facebook reagiert und uns die „Ratten-Hotspots“ Dortmunds mitgeteilt. Die eingereichten Orte haben wir für euch auf einer Karte zusammengestellt. Außerdem haben wir einen Rattengegner und eine Rattenfreundin nach ihren Argumenten gefragt.

Vor wenigen Tagen hat die Stadt Dortmund erneut zum Kampf gegen Die Nagetiere aufgerufen. Die Aktion ist vom 14. bis 28. Februar (jeweils Mittwoch) im ganzen Stadtgebiet geplant. Dass wir die Schädlinge irgendwann mal ganz los sind, ist unwahrscheinlich. Das schreibt auch die Stadt in ihrem Aufruf: „Ratten zeichnen sich durch eine hohe Fortpflanzungsrate aus und können erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten und als Krankheitsüberträger in Betracht kommen. Die Rattenbekämpfung bleibt somit eine Daueraufgabe.“

Dass es fast in der ganzen Stadt Ratten gibt, zeigt unsere Karte. Und das sind nur die Sichtungen, die ihr uns gemeldet habt. Ein Hot-Spot könnte in Lütgendortmund liegen, ein weiterer in der Nordstadt. Diese Stellen sind allerdings auch viel frequentiert, viele von euch sind hier schon mal vorbei gelaufen und haben die Tiere dort gesehen. Es ist deshalb gut möglich, dass es die selben waren und bedeutet nicht unbedingt, dass hier mehr von ihnen leben, als anderswo.

Eine Karte zeigt euch die Ratten-Hotspots in Dortmund

Zur Erklärung der Karte: Hier haben wir die Orte, an denen ihr Ratten gemeldet habt, eingetragen. Gelb sind die Punkte, die nur einmal genannt wurden. Orange kennzeichnet Stellen, die zwei bis vier Mal angegeben wurden. Rot steht für mehr als vier Ratten-Meldungen. Es sind nur Straßen in der Karte eingetragen worden, keine genannten Stadtteile. Das wäre zu ungenau.

„Es nervt einfach nur“

Zwei Leser haben uns erzählt, warum sie für oder gegen die Bekämpfung von Ratten sind. Oktay Dere vertritt die Kontra-Seite, Jaqueline Laura Winter ist eine Freundin der Nager, hat selbst drei Hausratten und steht damit klar auf der Pro-Seite.

Oktay Dere schickte uns folgende Kontra-Argumente:

Dass sie Krankheiten übertragen, sieht Oktay als Hauptproblem bei den Ratten an. Auch auf der Straße stört es sie: „Es nervt einfach nur, wenn man in seinen Feierabend startet, und auf dem Heimweg darauf achten muss, wohin man tritt“, sagt er. Außerdem sieht er in den Nagern „keine Bereicherung für die Gesellschaft“.

Jaqueline Laura Winter hat diese Pro-Argumente:

„Ratten sind schlau und wissensdurstig“, sagt Jaqueline. Durch Rattengift, das verteilt wird, müssten sie einen qualvollen Tod sterben. Außerdem könnten mit dem Gift auch andere Tiere in Berührung kommen und sterben. Damit das gar nicht erst nötig wird, schlägt Jaqueline vor, keinen Müll zu horten oder ins Klo zu kippen. Wenn er richtig getrennt wird, und die Stadt die Mülltonnen regelmäßig leeren lässt, sieht sie keine Problemen. Die Schuld an den vielen Ratten liege ohnehin beim Menschen: „Viele Menschen, viel Müll, viele Ratten“, ist ihre Rechnung.

Kampf den Ratten

Grundstückseigentümer sind im Rahmen des Gesundheitsschutzes verpflichtet, Schädlinge zu bekämpfen. Ob er selbst Hand anlegt oder eine Schädlingsbekämpfung bezahlt, bleibt dabei ihm überlassen.

Laut der Stadtverwaltung sind sogenannte Schlagfallen, wenn möglich, Giftfallen vorzuziehen. Wenn Gift eingesetzt wird, müssen Warnhinweise ausgehängt werden. Das Ordnungsamt (Olpe 1, Zimmer G 337) hat dazu Hinweisschilder in verschiedenen Sprachen vorrätig.

Damit Kinder und Haustiere nicht gefährdet werden, sollten sie für die Dauer der Aktion besonders beaufsichtigt werden. Außerdem sollten die Giftköder so aufgestellt werden, dass Igel sie nicht erreichen können.

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