Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Immer mehr Menschen in Dortmund konkurrieren um günstige Wohnungen. Das geht aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht hervor. Preiswerte, kleine sowie große, familiengerechten Wohnungen sind rar. Gleichzeitig gibt es aber auch erste Erfolge im Bau neuer Wohnungen.

Dortmund wächst seit Jahren. Zwar ist die Zahl der Einwohner zuletzt weniger stark gestiegen als in den Jahren zuvor, doch aktuell 601.780 Dortmunder wollen gut und nicht teuer wohnen.

Leidtragende der aktuellen Situation sind unter anderem Studierende und Menschen mit wenig Einkommen. Sie haben in Dortmund inzwischen immer mehr Probleme, eine passende bezahlbare Wohnung zu finden, als in der Vergangenheit. Nur 1,8 Prozent aller Wohnungen waren zum Stichtag 31. Dezember 2017 leerstehend.

Mieten leicht gestiegen

In Zahlen zeigt sich die Problematik in der Entwicklung der Mieten. Die Nettokaltmieten für bestehenden Wohnungen sind von 2016 auf 2017 von 6,33 Euro auf 6,62 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Hierbei handelt es sich um einen Mittelwert. Aber: Trotz der Steigerung der Preise liegt Dortmund im Bundesvergleich auf unterdurchschnittlichen Niveau, wie die Stadt mitteilt.

Besonders deutlich ist der Preisanstieg im Bereich der frei stehenden Einfamilienhäuser im
Bestand mit einem Plus von rund 31.000 Euro. Der Anstieg für neu gebaute frei stehende Einfamilienhäuser fiel mit rund 14.000 Euro gegenüber dem Vorjahr etwas moderater aus.

Erste positive Ergebnisse

Unterdessen vermeldet die Stadt, dass der Kampf gegen die angespannte Wohnungsmarktlage erste Erfolgte bringt. Sie konnte von 2016 auf 2017 die Baufertigstellungen fast um die Hälfte steigern – auf 1.475. Und die Baugenehmigungen befinden sich laut Stadt mit 1.623 auf einem „anhaltend hohen Niveau“.

Mit 51,5 Millionen Euro versuchte die Stadt 2017 außerdem, Neubau und Modernisierungen zu fördern. 1013 Wohnungen haben davon profitiert. „Dies trägt dazu bei, dass ein weiteres starkes Abschmelzen der Sozialwohnungsbestände zunächst etwas gebremst werden konnte“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Stadt.