In Dortmund-Hörde ist am Freitagmorgen (31. März) ein Haus in einem Wohngebiet eingestürzt. Nach Berichten unseres Reporters vor Ort ist sowohl die Vorder- als auch die Rückseite des Gebäudes vom Einsturz betroffen. Grund dafür ist wohl eine Explosion. 

Dortmund – Am heutigen Morgen (31. März), gegen 8.45 Uhr, gab es Hinweise über eine Explosion in einem Mehrfamilienhaus in der Teutonenstraße in Dortmund-Hörde.

Update 15.05 Uhr: Gegen den 48-jährigen mutmaßlichen Täter wurde Haftbefehl erlassen. Er ist weiterhin nicht vernehmungsfähig.

Update 12.27 Uhr: Das Haus an der Teutonenstraße hatte sechs Parteien. Auch die beiden Nachbarhäuser haben je sechs Parteien. Alle Bewohner wurden in einem Hotel untergebracht, die Wohnungsbaugesellschaft sucht nach einer langfristigen Lösung. Zurzeit ist nicht klar, wie schnell die Bewohner der nicht zerstörten Häuser wieder in ihre Wohnungen können.

Sprengstoff kann als Ursache für die Explosion ausgeschlossen werden, die Ermittlungen des Landeskriminalamtes (LKA) dauern an.

Update 9.35 Uhr: Die zuständige Staatsanwältin Sandra Lücke bestätigte gegenüber Dortmund24, dass die Rettungskräfte der Feuerwehr am Samstagmorgen (1. April) die Leiche einer Frau aus den Trümmern bergen konnten. Ob es sich dabei um die vermisste 36-Jährige handelt, ist noch nicht abschließend geklärt, es spricht aber einiges dafür, wie die Staatsanwältin bestätigt.

Die Suche nach der verletzten Person wurde in der Nacht wieder aufgenommen, nachdem das THW eine Stützanlage errichtet hatte.

Auskünfte zum Gesundheitszustand des mutmaßlichen 48-jährigen Täters gibt es noch nicht, er ist allerdings vorläufig festgenommen. Im Laufe des Tages soll Anklage erhoben werden.

Update 20.59 Uhr: Die ersten Ermittlungen der Dortmunder Polizei und Staatsanwaltschaft haben den Verdacht ergeben, dass die Explosion vorsätzlich herbeigeführt worden sein könnte. Gegen den 48-jährigen Wohnungsmieter des explodierten Hauses wurde jetzt die vorläufige Festnahme angeordnet: Es besteht dringender Tatverdacht wegen vierfach versuchten Mordes. Der Mann selbst wurde bei der Explosion schwer verletzt, eine 36-jährige Frau gilt weiterhin als vermisst

Update 18.02 Uhr: Das THW beginnt mit dem Bau einer Stützanlage, um weitere Einstürze zu verhindern. Das kann bis zu 10 Stunden dauern. Erst dann kann allerdings die Suche nach der vermissten Person wieder aufgenommen werden – von dieser wurde bereits das Handy in dem Haus geortet. Mittlerweile ist außerdem klar, dass es sich bei dem Wohnungsbesitzer um einen 48-jährigen Mann handelt. Das LKA ist mit einem Brandermittler-Team vor Ort, auch das kann bisher nichts machen.

Update 13.29 Uhr: Die umliegenden Häuser sind zwar beschädigt, aber nicht so schwer, dass sie einsturzgefährdet wären. Die Bewohner müssen wohl trotzdem damit rechnen, dass sie heute Nacht nicht zu Hause schlafen, sondern in umliegenden Hotels untergebracht werden.

Update 12.36 Uhr: Bei der vermissten Person handelt es sich wohl um eine Frau, wie unser Reporter vor Ort bestätigt.

Update 12.17 Uhr: Anwohner berichten, dass ein in der Teutonenstraße lebender Mann damit gedroht habe, das Haus in die Luft zu sprengen. Er sei nachts durch die Straße gelaufen und habe laut herumgebrüllt. Zu diesen Angaben kann die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen treffen.

Update 11.09 Uhr: Die Polizei Dortmund bestätigt, dass es in der Nacht einen Einsatz im betreffenden Wohnhaus gegeben habe. Die Beamten wurden wegen Ruhestörung durch einen Bewohner in die Teutonenstraße gerufen. „Ob das in Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen steht, das müssen wir erstmal ermitteln“, so Sven Schönberg von der Dortmunder Polizei.

Update 10.52 Uhr: Unser Reporter vor Ort hat an der Lagebesprechung für die Presse mit Pressesprecher André Lüdecke teilgenommen.

Die Feuerwehr wurde gegen 8.50 Uhr alarmiert.

Die bislang gefundene Person hat schwere Verbrennungen und wurde schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Eine weitere Person ist leichtverletzt.

Eine weitere Person wird noch vermisst. Allerdings können die Einsatzkräfte nicht alle Räume des Hauses begehen, da sie komplett zugeschüttet sind. Aus diesem Grund hat die Feuerwehr eine Infrarot-Drohne im Einsatz.

Das THW stabilisiert das Haus, da es sonst einstürzen könnte.

Als Grund wird derzeit eine Gasexplosion vermutet, was von der Feuerwehr weder bestätigt noch dementiert werden kann.

„Ich habe das in der Form noch nie erlebt“, sagt Pressesprecher André Lüdecke.

Update 10.21 Uhr: Oliver Peiler, Leiter der Pressestelle der Polizei Dortmund, sagt, dass derzeit eine Person bekannt vermisst wird. Allerdings muss auch geklärt werden, wer in dem Haus wohnt und ob es noch weitere vermisste Personen geben könnte. „Die Straße ist ein Trümmerfeld“, so Peiler. Deshalb stehe zurzeit die Rettung potenziell vermisster Personen an erster Stelle. Die Ursachenforschung beginne erst, wenn das Chaos sich gelichtet hat.

Die Pressestelle der Feuerwehr Dortmund sagt, dass die verletzte Person inzwischen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Außerdem wird die Rettungshundestaffel zur Suche verletzter Personenhinzugezogen.

Außerdem wurde das THW benachrichtigt. Es soll bei der Räumung und Ordnung der Situation behilflich sein.

Update 9.38 Uhr: Starke Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei befinden sich aktuell vor Ort. Es befinden sich Trümmerteile auf den Gehwegen und der Fahrbahn.

Die Feuerwehr bestätigt gegenüber Dortmund24 eine verletzte Person. Zurzeit läuft eine Lagebesprechung vor Ort sowie bei der Feuerwehr selbst. Die Pressestelle der Feuerwehr will danach mehr Informationen herausgeben. Die Feuerwehr ist mit über 100 Einsatzkräften vor Ort.

 

Bilder vom Unglücksort

Die Dortmunder Polizei bittet euch inständig, die Einsatzkräfte nicht zu behindern.