Bild: Nadja Lucas/Dortmund24

Die Evakuierung des Hochhauskomplexes Hannibal II in Dortmund hat ein Nachspiel. Der Eigentümer des Komplexes hat die Stadt wegen der Räumung verklagt.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa prüfe das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen nun, ob die Evakuierung rechtswidrig war. Wegen Brandschutzbedenken war der Hochhauskomplex am Donnerstag (21. September) geräumt worden. Die Klageschrift sei der Stadt zugestellt worden, diese müsse nun Stellung nehmen.

Der Berliner Eigentümer der Wohnanlage (Intown), wollte sich bislang nicht zu der Klage äußern. Er habe jedoch am Tag der Räumung kritisiert, die Räumung sei nicht rechtens gewesen. So hätten auf die genannten Mängel auch mit weniger schwerwiegenden Maßnahmen reagiert werden können, argumentierte Intown. Beispiele wäre die Räumung der Tiefgarage, Brandwachen und eine sofortige Prüfung der Entrauchungsanlage.

Rund 760 Menschen hatten in der letzten Woche ihre Wohnungen in Dortmunds größtem Wohnhaus verlassen müssen. Der Grund: Die Stadt Dortmund hatte nach eigenen Angaben Brandschutzmängel festgestellt. Viele der Bewohner sind bei Freunden oder Verwandten untergekommen oder wurden in Übergangsunterkünften und Wohnungen einquartiert.