Dortmund hat bald Deutschlands größte Pommesbude: den Grill Store. Dortmund24 hat die beiden Betreiber im neuen Lokal in Wickede getroffen.

Dortmund – Wer mit der U43 nach Wickede fährt, der glaubt bald gar nicht mehr in Dortmund zu sein. Weite Felder prägen das Stadtbild zwischen Asseln und Wickede. Hier, in Dortmunds östlichstem Stadtteil eröffnet Ende Februar Deutschlands größte Pommesbude: der Grill Store.

Moment mal, werden sich jetzt viele denken. Den Grill Store kennt man doch schon aus Kirchlinde. Und siehe da, hinter der Idee in Wickede stecken dieselben Betreiber, wie aus Dortmunds Westen: Torsten Gralla (44) und Kay Fräder (47). Die beiden lernten sich vor Jahrzehnten beim Kellnern in der Disco „Village“ kennen, machen seitdem immer wieder gemeinsam Geschäfte. Der Wickeder Grill Store ist ihr neuster Scoop.

Grill Store
Kay Fräder (l.) und Torsten Gralla vom Grill Store Dortmund haben die Idee für die Innenausstattung des Grill Store selbst entwickelt. Europaletten schmücken die Wände aus. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Ortsbesuch in der neuen Mega-Frittenbude am Wickeder Hellweg 93. Gralla empfängt in einer „Grill-Store-Schürze“ aus Jeans und Echtleder (Kostenpunkt: 250 Euro), Fräder zeigt sich mit Grill-Store-Tattoo mitten auf der Brust – und das ist nicht das einzige Tattoo (siehe Foto). Man merkt schnell: Die beiden Dortmunder sind irgendwie verrückte Typen. „Wir wollen anders sein als die anderen“, sagt Gralla, der in Wickede bald in der Spitze bis zu 30 Menschen gleichzeitig beschäftigen wird.

Grill Store kooperiert mit Replay

Einzigartig, sagen die beiden Betreiber, ist eine Kooperation mit dem italienischen Modelabel Replay. Das ist bekannt für seine Jeanskollektionen. Und die wird es bald im hinteren Teil des Lokals in einem Mini-Verkaufsbereich geben. Der Kontakt kam über eine Dortmunder Werbeagentur zustande. Am Ende sollen sich Replay und der Grill Store gegenseitig mit Kunden befruchten.

Und was ist im Grill Store jetzt anders, als in anderen Pommesbuden? Neben den großen Burgern (200 Gramm Fleisch, 20 ml Sauce) ist das Duo Fräder/Gralla stolz auf das Ambiente im Laden. „Bei uns wird Musik aus den 80ern und 90ern gespielt – und das auch nicht zu leise“, sagt Kay Fräder.

Europaletten im Wert von 2000 Euro

Und dann ist da noch die Ausstattung. Für 2.000 Euro ließen sich die Betreiber Europaletten liefern, schmückten damit Wände aus, machten Leisten daraus oder Bänke. „Da muss nicht alles gerade und ordentlich sein, wie in anderen Läden“, sagt Torsten Gralla. 500 Quadratmeter ist das Ladenlokal groß – davor hatte hier der Drogeriemarkt „dm“ eine Filiale.

Grill Store
Vor dem Lokal planen die Betreiber eine große Außenterasse. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Und während andere Betriebe voll auf den Veggie-Trend aufsteigen, gibt es im Grill Store überwiegend Fleisch auf den Teller. „Wenn jemand bei KiK einen Versace-Pullover wünscht, stellt der Laden dann doch auch nicht komplett auf Versace um“, flachst Gralla. Aber am Ende kann auch der Grill Store nicht ohne die Vegetarier leben. Es gibt auch ein paar Veggie-Burger auf der Speisekarte.