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Wenn Tote eingeäschert werden, wird die Asche im Anschluss auf Metalle, wie etwas Zahngold oder Prothesen ausgesiebt. Mit dem Zahngold und anderen Metallen aus der Asche Verstorbener, hat die Stadt Dortmund im vergangenen Jahr 120.000 Euro  eingenommen. Dagegen klagt nun die Angehörige eines Verstorbenen.

Es klingt schaurig, aber strafbar macht sich die Stadt nicht, denn Überbleibsel nach dem Verbrennen von Leichen sind offiziell herrenlos.

Persönliche Gegenstände wie Schmuck, können Angehörige auf Wunsch vor der Einäscherung zurückverlangen. Eheringe zum Beispiel. Mit dem Körper verbundene Dinge, wie auch Zahngold, werden nach der Verbrennung aus der Asche ausgesiebt.

Andere Städte spenden die Einnahmen

Viele Städte handhaben es ähnlich wie Dortmund. Einige spenden die entstandene Summe an wohltätige Zwecke – in Dortmund fließt sie in die Friedhofsverwaltung. So wolle man die Friedhofsgebühren konstant halten, sagt die Stadt. Anfang des Jahres gab es allerdings eine Erhöhung der Gebühren.

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Angehörige verklagt Stadt Dortmund

Die Angehörige eines verstorbenen Mannes klagt jetzt gegen die Stadt Dortmund, berichtet der Westen. Als Argument nennt sie die Störung der Totenruhe. Sie sieht die Aussiebung der Asche als eine solche Störung der Totenruhe an – und das wäre strafbar.

2011 entschied das Oberlandesgericht Hamburg, dass die Asche von Verstorbenen „ein Sachgegenstand“ ist und die Totenruhe dementsprechend nicht gestört wird. Bislang läuft das Verfahren noch.