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Reisende und Pendler im Ruhrgebiet haben es derzeit nicht leicht. Auf der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Münster wird es bis zum Sommer 2019 Umleitungen und erhebliche Verzögerungen im Verkehr geben. Grund dafür sind Schäden an der Strecke.

Die Züge der IC-Linien 30 und 31 nach Hamburg werden deshalb über Gelsenkirchen und Hamm umgeleitet. Teilweise fallen dann die Halte Hagen, Bochum und Dortmund aus. Bahnfahrer des RE1 zwischen Hamm und Dortmund müssen mit längeren Fahrzeiten und geänderten Abfahrtszeiten rechnen.

Verschiebungen der Gleise

Störungen bei Werne und Ascheberg sind die Ursache des Bahn-Chaos. Nach der langen Dürrephase im Sommer hatte die Bahn leichte Verschiebungen an den Gleisen entdeckt.

„Unter dem knapp 100 Jahre alten Bahndamm hatte sich die Schicht immer mal wieder mit Wasser vollgesogen und wieder Wasser abgegeben“, erklärte Norbert Strathmann von der Netztochter der Deutschen Bahn.

Jetzt im Sommer habe das dann an einigen Stellen zu Rissen im Bahndamm und Millimeter-Verschiebungen an den Gleisen geführt.

Schäden können frühestens im März behoben werden

Wie die Schäden auf der Strecke behoben werden sollen, wird erst im März nach Vorlage eines Gutachtens entschieden.

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Bundesweit ist dieser Vorgang nach seinen Recherchen einzigartig. In der Nähe von Nürnberg habe es mal einen ähnlichen Fall gegeben. Allerdings auf einer deutlich kürzeren Strecke.

Lichtblick für der Regionalverkehr

Zumindest die Kunden im Regionalverkehr können jedoch aufatmen. Durch die Umleitung des Fernverkehrs verlängert sich die Fahrtzeit zwischen Lünen und Münster (RB 50) trotz der weiterhin gültigen Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 auf 70 Stundenkilometer nur um eine Minute.