Dortmund, das ist doch die BVB-Stadt mit dem Naziproblem und der No-Go-Area im Norden, oder? Die Jungs und Mädels von Dortmund Ahoi sagen dazu „Nein“ und zeigen, wie viele tolle Lieblingsorte es in der Stadt so gibt. 

Dortmund – Wie, ihr lebt in Dortmund und kennt diesen Blog nicht? Seit 2015 entdeckt das Team von Dortmund Ahoi die Stadt neu. Und zwar Schritt für Schritt. „Dafür lernen wir selbst die Orte kennen, da stecken teilweise ganz spannende Geschichten dahinter“, sagt Christian Hauswald.

Und so entsteht ein Stadtführer der etwas anderen Art, voll von Lieblingsorten der Redaktion. Aber was macht eigentlich einen Lieblingsort aus? „Er sollte echt sein“, lautet die Antwort von Inga Döhring. Das trifft häufig auf inhabergeführte Unternehmen zu, sei es die Kaffeerösterei „Neues Schwarz“ oder der Einrichtungsladen „Hej“.

„Die Dortmunder sollen ihre Stadt neu entdecken“

Mit einem kurzen Text und schönen Bildern porträtiert die Redaktion die Lieblingsorte. Das Ziel: „Die Dortmunder sollen ihre Stadt neu entdecken“, wünscht sich Inga Döhring. Was ihnen außer den Orten und Veranstaltungen noch wichtig ist: Die Dortmunder natürlich! Deshalb stellt Dortmund Ahoi jede Woche spannende Menschen der Stadt vor.

Den Blog gibt es seit Februar 2015. Und im vergangenen Jahr hat das Dortmund-Ahoi-Team sogar das Internet ausgedruckt. 750 Exemplare ihres „Lieblingsstadt“-Buches sind erschienen und inzwischen vergriffen. „Viele [Betreiber unserer Lieblingsorte] haben gesagt: Es wäre doch toll, was in der Hand zu haben“, erzählt Inga Döhring.

Gesagt, getan und nach fünf Monaten konnten sie ihr Buch in den Händen halten. Und das alles neben dem Beruf und mit ganz viel Leidenschaft.

„Wir wollen Geld für die nächsten Schritte sammeln“

Jetzt soll Dortmund Ahoi auf die nächste Stufe gehoben werden. Und zwar per Crowdfunding. „Wir wollen Geld für die nächsten Schritte sammeln“, sagt Christian Hauswald. Das Buch soll eine neue Auflage bekommen, die Website neue Funktionen und es soll eine App geben. Das kostet. Und da seid ihr gefragt.

44.139 Euro sollen es werden, abgeleitet von der Postleitzahl von Dortmund-Mitte. „Wir wissen, dass das eine mutige Zahl ist“, so Christian Hauswald. Start war am 25. März, am 12. Mai ist Schluss. Nach etwas mehr als einem Monat sind bereits 16.074 Euro zusammengekommen (Stand: 29. April, 14.33 Uhr). „Die Summe ist schon toll und zeigt, dass wir viele Unterstützer haben“, sagt Christian Hauswald.

„Dortmund Ahoi ist ein Gefühl“

Fürs Crowdfunding hat sich das Team übrigens bewusst entschieden. „Dortmund Ahoi ist ein Gefühl und das wollen wir zusammen erleben“, sagt Inga Döhring.

Die beiden Team-Mitglieder glauben fest an den Erfolg. Einen Plan B gibt es deshalb noch nicht. „Entweder wir starten jetzt richtig durch oder wir müssen uns was anderes überlegen“, sagt Inga Döhring. Und um wieder auf den BVB zurückzukommen: Das Spiel ist erst vorbei, wenn am 12. Mai der Abpfiff kommt.

Wenn ihr Dortmund Ahoi unterstützen möchtet, könnt ihr das bereits ab zehn Euro tun. Und dafür bekommt ihr natürlich auch etwas, wie beim Crowdfunding üblich. Für 85 Euro gibt es ein limitiertes Poster, für 350 Euro ein privates Wohnzimmerkonzert.

Alle weiteren Infos bekommt ihr bei Dortmund Ahoi oder direkt bei der Startnext-Kampagne.