Bild: BL Gruppe

Seit 2004 steht das denkmalgeschützte Dortberghaus an der Katharinenstraße vor dem Hauptbahnhof leer. Jetzt steht fest, dass es bis 2019 zum Hotel mit 230 Zimmern umgebaut wird. Die Geschäftsführer haben uns verraten, wie sie besonders Bahnfahrer anlocken wollen.

Schon voraussichtlich 2019 wird Dortmund ein neues Hotel in direkter Nähe zum Hauptbahnhof haben. Noch ist das Gebäude von einem Baugerüst umgeben, drinnen hängen Drähte aus den Wänden. Aber Anfang 2018 beginnen die Bauarbeiten zum modernen Stadthotel.

Wenn es fertig ist, soll das Intercity-Hotel 230 Zimmer, drei Konferenzräume, ein Restaurant und ein Bistro haben. So sieht es in dem Intercity-Hotel in Duisburg aus:

Laut Joachim Marusczyk, Geschäftsführer der IntercityHotel GmbH, sind „1. Klasse Bahnreisende“ die Zielgruppe. In den 42 bereits bestehenden Intercity-Hotels kommen 80 Prozent der Übernachtungsgäste mit der Bahn. Alle InterCity-Hotels befinden sich entweder in oder in direkter Nähe von Bahnhöfen. So auch in Dortmund – der Hauptbahnhof ist nach Schätzung Marusczyks etwa 150 Meter entfernt. Die Gäste müssen nur die Straße überqueren und die große Treppe hinaufgehen.

Kooperation mit dem ÖPNV

Um das Hotel noch attraktiver für Bahnreisende zu machen, arbeitet Intercity mit der Bahn und den Verkehrsverbünden vor Ort zusammen. Übernachtungsgäste können mit ihrem Zimmerausweis kostenlos den Nahverkehr nutzen. Mit dem VRR gibt es entsprechende Kooperationen schon für die Hotels in Düsseldorf, Essen und Duisburg. Außerdem können die Reisenden Zugtickets im Angebot mit ihrer Übernachtung buchen.

Von Montag bis Donnerstag richtet sich das Hotel laut Marusczek vor allem an Geschäftsreisende, die meistens nur eine Nacht bleiben. Am Wochenende schlafen hauptsächlich Städtereisende in den Zweibettzimmern. Alle Zimmer sind für zwei Personen ausgelegt, von den Geschäftsleuten werden sie in der Regel einzeln belegt.

Sieraus ehemaliger Arbeitsplatz

Oberbürgermeister Ullrich Sierau gefallen die neuen Nutzungspläne für das Dortberghaus. „Mir steht das Gebäude sehr nahe und ich glaube, es geht vielen in der Stadt so“, sagt er. Das Dortberghaus wurde 1937 gebaut und lange Zeit als Verwaltungsgebäude der Dortmunder Bergwerks AG genutzt. Daher auch der Name „Dort-berg-haus“. Anschließend war darin das Planungsamt der Stadt angesiedelt. An den Wänden im Erdgeschoss stehen immer noch die Beschriftungen „Eingangsstelle Katasterauskünfte“ und „Bauen und Wohnen in Dortmund – Beratung für Bauwillige“. Auch Sierau selbst arbeitete ab Mai 1999 in dem Gebäude. „Mein Traum ist immer noch, dass ich mal in meinem ehemaligen Dienstzimmer schlafen kann“, meint er.

Dortberghaus Dortmund Intercity Hotel
Die Wände verraten noch, wie das Gebäude vor vielen Jahren genutzt wurde. Foto: Sandra Schaftner/Dortmund24

Aber schon zu der Zeit, als das Gebäude als Planungsamt genutzt wurde, war es laut Sierau in einem schlechten bautechnischen Zustand. 2004 wurde es an einen Projektentwickler übergeben. „Der hat zwar immer die Reservierungsgebühr bezahlt, aber sonst hat sich nicht viel getan“, so Sierau.

Aber jetzt bereichert das Dortberghaus Dortmund um ein weiteres Hotel. Es ist eines von vielen großen Bauprojekten, die derzeit in der Stadt laufen. Diese brauche die Stadt aber auch, sagt Sigrun Späte vom Tourismusbüro der Stadt Dortmund. Die Gründe dafür haben wir euch in diesem Artikel zusammengefasst.