Sonntag, 23. September 2018

Ein 19-Jähriger ist am Mittwoch in Dorstfeld Opfer einer fremdenfeindlichen Attacke geworden. Am Ende musste die Polizei aber ihn – und nicht den Beleidigenden – in Gewahrsam nehmen.

Update, 14.56 Uhr: Inzwischen hat sich das Opfer der fremdenfeindlichen Äußerung gegenüber Dortmund24 geäußert. Er gibt an, dass der 30-Jährige, der ihn beleidigt habe, wohl nicht zur auch am Platz anwesenden Gruppe Rechter gehöre.

Erstmeldung:

Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch (12. September) gegen 22.30 Uhr auf dem Wilhelmplatz.

Dort soll der 19-jährige Deutsche mit Migrationshintergrund auf fremdenfeindliche Art von einem 30-jährigen Mann beleidigt worden sein.

Rechte Szene auf dem Wilhelmplatz

Auf dem Platz selbst befand sich zum Tatzeitpunkt eine laut Polizei „größere Personengruppe“. Wie ein Sprecher der Polizei gegenüber Dortmund24 sagte, sollen sich in dieser Gruppe auch Anhänger der rechten Szene befunden haben.

Der Wilhelmplatz in Dorstfeld mit der U-Bahn Haltestelle „Wittener Straße“. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

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Im weiteren Verlauf kam es zu einer Schlägerei zwischen den beiden Streithähnen, wie es in einer Mitteilung der Polizei heißt.

Polizei trennt Streithähne

Beamten der Polizei konnten die Beteiligten trennen. Der 30-Jährige erhielt einen Platzverweis. Der 19-Jährige verhielt sich laut Polizeibericht weiter hoch aggressiv und musste in Gewahrsam genommen werden.

Gegen beide Beteiligte fertigte die Polizei eine Strafanzeige.

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