Sonntag, 23. September 2018

Kurz vor dem Stadion nochmal ein leckeres Pilsken schnabulieren: So starten viele Fans des BVB ihren Besuch im Westfalenstadion. Doch einen beliebten Treffpunkt gegenüber des Nordeingangs des Stadions wird es bald wohl nicht mehr geben. Denn der Dortmunder Reiterverein zieht weg.

Viele BVB-Fans werden sich über diese Nachricht ärgern: Der Dortmunder Reitverein zieht weg. Und zwar von der Strobelallee direkt am Stadion wohl zur Stockumer Straße / Bolmke. Was daran traurig sein soll? Für viele Fans ist der Treffpunkt am Stadion – auch als „Pferdestall“ bekannt – seit vielen Jahren ein beliebter Ort, um nochmal die Stimme mit einem kalten Bier zu ölen, bevor es ins Stadion geht.

Seit 1961 betreibt der Reiterverein die Anlage nun schon – auf einem städtischen Grundstück. Dafür besteht aber ein 2021 auslaufendes Erbbaurecht, das dann nicht mehr verlängert werden soll. Darauf haben sich die Stadt Dortmund und der Reiterverein geeinigt.

Der langjährige Wunsch des Dortmunder Reitervereins ist es, einen neuen Standort zu finden, bei dem Weidefläche vorhanden sind und auf dem er moderne Gebäude bauen kann.

Stadt nutzt Gelände für Westfalenhalle

Das wiederum spielt der Stadt in die Karten. Sie will das freiwerdende Grundstück für die Entwicklung des Messegeländes der Westfalenhallen nutzen. Diese würden aktuell eine gute Entwicklung nehmen, sagt Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Das merke man vor allem an den vielen Veranstaltungstagen, den neuen Messen. „Man muss sich deshalb – auch mit Blick auf andere Standorte – weiterentwickeln.“

Um sich selbst weiterzuentwickeln, hat der Reiterverein dagegen zusammen mit der Stadt im ganzen Stadtgebiet nach einem neuen Areal gesucht – unter anderem im Grevel. Favorisiert wird jetzt aber eine circa 50.000 Quadratmeter große Fläche an der Stockumer Straße, in der Nähe des „Schultenhofs“. Im Juli muss diesem Vorhaben nur noch die Politik zustimmen. Bier trinken werden BVB-Fans dort dann wohl nicht mehr. Ob es weiterhin einen Treffpunkt für Fans an dem ehemaligen Reiterhof geben wird, ist bislang unklar.

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