Sonntag, 23. September 2018

Lediglich 52 WM-Spieler aus den internationalen Teams sind bei Clubs in der Fußball-Bundesliga und 2. Fußball-Bundesliga beschäftigt. Nur sieben kommen vom aktuellen Kader des BVB. Wir sagen euch, wer das ist und wie die Chancen auf die Startelf stehen.

Schweiz

Gleich zwei Borussen fahren für die Schweiz nach Russland: Roman Bürki und Manuel Akanji. In der Gruppenphase treffen der Torhüter und der Verteidiger auf Brasilien, Costa Rica und Serbien. Als Konkurrenten hat Bürki Yann Sommer (Gladbach) und Yvon Mvogo (Leipzig) neben sich, wobei Sommer in der „Nati“ aktuell als gesetzt gilt. Manuel Akanji muss es in der Inneverteidigung mit Johan Djourou (Antalyaspor) und Fabian Schär (Deportivo La Coruña) aufnehmen und ist erstmal wohl nur zweite Wahl.

Roman Bürki kämpft gegen Yann Sommer um einen Platz in der Startelf der Schweizer Nationalmannschaft. Foto: dpa

Japan

Shinji Kagawa muss es mit seiner japanischen Nationalmannschaft mit Kolumbien, Senegal und Polen – unter anderem mit BVB-Kicker Lukas Pisczek – aufnehmen. Im offensiven Mittelfeld ist der BVB-Superstar wohl gesetzt. Mit seinen inzwischen 29 Jahren gilt Kagawa im Team von Trainer Akira Nishino als erfahrener Leader, auch wenn es Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt zum Kapitän geschafft hat. Übrigens: Vor vier Jahren in Brasilien schied das Team in der Vorrunde als Gruppenletzter aus.

Shijiiiiiiiiiiiiii! Der BVB-Mittelfeld-Star fährt für Japan nach Russland. Foto: dpa

Belgien

Noch ist Michy Batshuayi Spieler des BVB. Ob er über die Spielzeit 2017/2018 in Dortmund bleibt, steht aber noch nicht fest. Medien berichten zu Folge will Chelsea ihn wieder zurück haben. Sei’s drum, bei der WM in Russland ist der Angreifer aber dabei, obwohl er sich kurz vor Saisonende verletzte. Mit Eden Hazard (FC Chelsea), Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach), Romelu Lukaku (Manchester United), Dries Mertens (SSC Neapel) hat er prominente Konkurrenz. Die Gegner von Belgien lauten Panama, Tunesien und England. Klingt also erstmal machbar.

Noch-Borusse Michy Batshuayi stürmt für die belgische Nationalmannschaft. Foto: dpa

Polen

Lukasz Piszczek tritt mit Polen in Gruppe H gegen Teamkollegen Shinji Kagawa an (siehe oben). Neben Japan sind Senegal und Kolumbien in der Gruppe der Polen. Zusammen mit Piszczek stehen zwei weitere Bundesliga-Profis im Kader der Polen: Robert Lewandowski (FC Bayern München) und Jakub Blaszczykowski (VfL Wolfsburg). Den Platz auf der rechten Abwehrseite hat Lukasz Piszczek wohl sicher.

BVB
Ist mit Polen am Start: Dortmunds Lukas Pisczek. Foto: dpa

Portugal

Raphael Guerreiro reist dagegen als amtierender Europameister mit Portugal zur WM nach Russland. Spanien, Marokko und den Iran gilt es aus dem Weg zu räumen. Platz zwei hinter den Spaniern ist zum Greifen nah. Guerreiro steht übriges als einziger Bundesliga-Profi im WM-Kader Portugals. Auf der linken Abwehrseite hat Guerreiro wohl gut Karten auf Startelfeinsätze. Mario Rui (Neapel) lauert im Hintergrund.

Fährt als amtierender Europameister nach Russland: Raphael Guerreiro. Foto: dpa

Deutschland

Der einzige Borusse im Kader der deutschen Nationalmannschaft ist Marco Reus. Linksaußen dürfte er die Nase vorne haben. Der 29-Jährige hatte in der Vergangenheit Pech mit seinen Verletzungen. 2014 hatte sich Reus kurz vor dem Abflug zur WM nach Brasilien verletzt, 2016 war ihm vor der EURO das gleiche Schicksal passiert. Nun klappt es nach der EM 2012 endlich mit dem zweiten großen Turnier. Zur Erinnerung: Mexiko, Südkorea und Schweden sind die Gegner der Nationalmannschaft.

Marco Reus darf endlich sein zweites großes Turnier mit der Nationalmannschaft spielen. Foto: dpa

Das sind die Termine der Borussen bei der WM 2018:

15. Juni, 20 Uhr: Portugal – Spanien (Fisht-Stadion)
17. Juni, 17 Uhr: Deutschland – Mexiko (Luzhniki-Stadion)
17. Juni, 20 Uhr: Brasilien – Schweiz (Rostow-Arena)
18. Juni, 17 Uhr: Belgien – Panama (Fisht-Stadion)
19. Juni, 14 Uhr: Kolumbien – Japan (Mordwinien-Arena)
20. Juni, 14 Uhr: Portugal – Marokko (Luschniki-Stadion)
22. Juni, 20 Uhr: Serbien – Schweiz (Kaliningrad-Stadion)
23. Juni, 14 Uhr: Belgien – Tunesien (Spartak-Stadion)
23. Juni, 20 Uhr: Deutschland – Schweden (Fisht-Stadion)
24. Juni, 17 Uhr: Japan – Senegal (Jekaterinburg-Arena)
25. Juni, 20 Uhr: Iran – Portugal (Mordwinien-Arena)
27. Juni, 16 Uhr: Südkorea – Deutschland (Kasan-Arena)
27. Juni, 20 Uhr: Schweiz – Costa Rica (Nischni-Nowgorod-Stadion)
28. Juni, 20 Uhr: England – Belgien (Kaliningrad-Stadion)
28. Juni, 16 Uhr: JapanPolen (Wolgograd-Arena)

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