Bild: Darius/Foodloaf

Was bietet Dortmund kulinarisch? Was ist neu, was noch unbekannt? Wir haben den Dortmunder Food-Blogger Darius von Foodloaf gebeten, an dieser Stelle in einer Kolumne neue Restaurants und Futterbuden zu testen.

Vom 10. bis zum 12. August findet am Dortmunder U das Burger Festival Dortmund statt. Direkt am Eröffnungstag habe ich mich mit zwei Kumpels dorthin begeben, und für euch die Location und natürlich die Burger abgecheckt. Ach ja, ’ne Afri Cola light gab’s auch! Lest hier meinen Bericht für Dortmund24 darüber, was ich dort gesehen, gerochen, und vor allem geschmeckt habe. Es sei angemerkt: Es ist ein Jammer, dass ein Mensch nicht 20 Burger essen kann!

Folgend findet ihr das Video von meinem YouTube Kanal, mit dem ihr euch einige optische Eindrücke machen könnt. Es sei auch hier etwas angemerkt: Wie in allen meinen Berichten gilt, dass auch dieser Bericht und das Video meine persönlichen Meinungen widerspiegelt. Wenn ihr anderer Meinung seid, dann ist das gut so. Am Ende sollte sich schließlich jeder selbst eine Meinung bilden.

Das Burger Festival

Um 17 Uhr eröffnete das Burger Festival an der tollen Location des Dortmunder U. Der kleine Platz dort, mit dem U am Himmel prangend, eignet sich perfekt, um mehrere kleine Wagen hinzustellen, und um damit eine Art Festival-Charakter zu erschaffen. Ich bin um 18.30 Uhr dort gewesen, und habe mir zunächst einen ersten Überblick geschafft. Circa 25 Stände, nicht nur Burger, sollen dort gewesen sein. Burgerstände selbst gab es circa 15 – man möge mich korrigieren. Daneben waren auch Süßspeisen wie Eis Rolls zu bekommen, oder auch Bubble Waffle / Schoko Burger.

Der Stand von „Pan Choc Burger“ vor dem U-Turm. Foto: Darius/Foodloaf

Es gab Getränkestände mit Bier & Co, und auch eine Gin Bar. Kaffee gab es ebenfalls. Es war damit für alles perfekt gesorgt. Das Klo kostet übrigens 50 Cent. Nebenbei lief Hip Hop-Musik, welche zu dem Festival-Charakter passte. Gerade später, als es schon leicht dämmrig wurde, und die Menschen mehr wurden, war eine super Stimmung auf dem Platz.

Tolle Location, super Stimmung am Burger Festival Dortmund. Foto: Darius/Foodloaf

Der Eintritt war frei, und das Festival war trotz der guten Temperaturen, und der nachher späteren Uhrzeit, zwar voll, aber nicht total überlaufen. Dazu später mehr – schaut vor allem in’s Video.

Natürlich lag mein Fokus auf den Speisen, sprich den Burgern. Folgend möchte ich euch einige Fotos zeigen, und ein bis zwei Worte zu den Kreationen des Burger Festivals Dortmund verlieren, die ich selbst probiert habe oder über die dich Lobgesänge vernahm.

Die Burger

Der erste Burger den ich zu Gesicht bekommen habe, war der Quesadilla-Burger. Ich muss sagen, dass der Wagen einen echt miesen Standort hatte. Er war recht abgeschlagen am Wall. Schade, denn dadurch entging ihm sicher auch Kundschaft. Optisch sah das Teil super aus und ich habe zwei junge Ladys (eine ältere Mutter-Lady und die jüngere Tochter-Lady) gefragt, ob ich das Foto machen dürfe (danke an euch), probiert habe ich ihn nicht. Die Optik stimmte, und es war mal etwas anderes.

Burger-Festival vor dem U-Turm. Foto: Darius/Foodloaf
Der Einstand: Quesadilla Burger. Foto: Darius/Foodloaf

Auf meinem Weg über dem Platz habe ich unter anderem auch einen Falafel Burger-Stand entdeckt, einen mit vegetarischen Burgern, oder auch einen sogenannten CIA-Stand: Cooks in action. Ich finde „Veteranen-Stand“ passt da ganz gut. Geht gucken, ihr werdet verstehen 😉

Burger-Festival vor dem U-Turm. Foto: Darius/Foodloaf
Cooks in Action. Foto: Darius/Foodloaf

Es gab Pulled Pork, Pulled Beef und Stände mit „Klassikern“. Daneben gab es einen Stand, der von Beginn an die längste Schlange hatte. Es war der von „Streetcooks“ und ich kann euch hier direkt sagen: Den solltet ihr ausprobieren! Ich selber war ein Esel und habe dort nichts gegessen, sondern, als meine Kollegen sich angestellt haben, bin ich erst mal um den Platz gegangen, um mir einen Überblick zu machen. Am Ende war mir die Schlange zu lang, um mich noch mal anzustellen. Nicht nur, dass dort mehr oder weniger die größte „Show“ des Burger Festivals war, vor allem durch den offenen Grill, nein, auch die Burger selbst sahen fantastisch aus.

Burger Festival Dortmund vor dem U-Turm. Foto: Darius/Foodloaf
Streetcooks verbreiten Stimmung. „Wer ist der Nächste“?! Foto: Darius/Foodloaf

Rein optisch würde höchstens noch der Strauß-Burger rankommen. Die Präsentation war super und es roch dort unglaublich gut, was auch an dem Kohlegrill liegen dürfte. Ich habe schon viele Burger in meinem Leben gegessen und gesehen, aber der Geruch hier gehörte zu den besten, die meine Nase je erschnuppern durfte. Ohne ihn probiert zu haben: Das Teil muss gut sein. Und meine Kollegen fanden ihn grandios lecker. Seht euch das Foto an, der kann doch nur gut sein, oder?

Burger Festival Dortmund
Holy Grail of Burger-Goodness. Foto: Darius/Foodloaf

Mein erster selbst verputzter Burger war dann der Lambada-Burger bei Lammbock, der mich vor allem wegen des Lammfleischs und des Avocadopestos gereizt hat. Optisch war er eher minimalistisch, aber er gefiel mir trotzdem. Es war eine schöne Süße vorhanden, und der Feta passte perfekt zum sonst milden Geschmack.

Lambada-Burger

Von der Avocado bekam man leider nichts mit (zu wenig), und das Lammfleisch hätte für mich noch etwas aromatischer sein können, bzw. mehr angeröstet, hatte aber eine tolle, grobe, Konsistenz und einen guten Biss. Das Brötchen war ebenfalls Klasse. Ein guter Burger auf jeden Fall, ohne überragend zu sein.

Burger Festival Dortmund
Lambada Burger mit Lammfleisch, Avocadopesto, Feta. Foto: Darius/Foodloaf

Als nächstes ging es zum Frygers-Stand (oder so ähnlich). Dort gab es frittierte Burger. Ja, ihr lest richtig, frittierte Burger (holy shit!). Und zwar wird hier frischer Teig mit einem gebratenen Patty und weiteren Zutaten gefüllt, zugeklappt und abgedichtet, und in die Fritteuse geworfen. Das Ding ist dekadent gewesen. In meinem Burger war eine Hot-Chili-Cheese-Sauce, und doppelt Fleisch. Dieses hätte zwar selbst etwas saftiger sein können, aber in der Summe war es trotzdem durch die Sauce und die Zusätze eine sehr leckere und saftige Angelegenheit.

Burger Festival Dortmund
Der frittierte Burger. Foto: Darius/Foodloaf

Das Highlight war natürlich der frittierte Teig selbst. Er war richtig knusprig und es war ein Genuss diesen Burger zu essen. Mein Favorit am Ende, dies sei hier schon mal gesagt. Müsst ihr unbedingt probieren.

Bock auf nen dritten Burger

Irgendwie hatte ich dann Bock, doch noch einen dritten Burger zu probieren. Das hätte ich dann am Ende zwar nicht unbedingt machen sollen, aber Preis und Optik haben mich überzeugt. Der Preis von 6 Euro für den Paprika Burger-Dog war ein gutes Argument – günstiger ging es nicht auf dem Burger Festival Dortmund. Die Optik stimmte ebenfalls und durch das Hot Dog-Brötchen war es mal etwas anderes.

Burger Festival Dortmund
Burger-Dog mit Paprika-Relish im Hot-Dog Brötchen. Foto: Darius/Foodloaf

Leider war das Fleisch echt nicht gut, ich hoffe das war nur ein Ausreißer. Es war zäh und einfach nicht essbar, üble Geschichte. Schade, denn das Paprika-Relish war super, die Idee, wie erwähnt, was anderes, und eben auch mal etwas günstigeres. Ab Samstag könnte ich mir vorstellen, dass die es besser machen, weil man ggf. aus Fehlern lernt. Überzeugt euch selbst.

Wie ich Eingangs schon erwähnt habe, war das Burger Festival Dortmund recht gut besucht, und an vielen Ständen, bzw. eher an allen, musste man anstehen. Die Wartezeiten waren mal wenige Minuten, mal könnt sie auch locker eine halbe Stunde oder länger gewesen sein. Klar, dort wo viele Leute hin wollen, muss man sich anstellen. Trotzdem war es noch halbwegs im Rahmen. Ich will aber nicht wissen, wie es Samstagabends aussieht, es könnte noch voller werden.

Von daher, wenn ihr plant hinzugehen: Nehmt Zeit mit und auch Anstehen lohnt oft – ich erinnere mich noch an meine 2 Stunden in NYC für den Cronut oder den Burger bei Big Boost Burger (waren es 3 Stunden?!)

Also?

Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Burger Festival Dortmund echt gut gefallen hat. Ich empfehle euch, dorthin zu gehen und euch querbeet durchzufuttern. Nehmt Zeit mit, ein paar Euro mehr und am jemandem mit dem ihr teilen könnt, um mehr als ein bis zwei Burger zu probieren.

Ein Tipp, was ihr vielleicht ausprobieren solltet, ohne dass ich dort selber war, wäre California Burger. Die haben einen Smashburger, und wenn der so zubereitet wird, wie bei meinem absoluten Lieblings-Burger (der Double Shack!) bei Shake Shack in New York, dann müsst ihr das Teil probieren. Ich habe es leider erst am Ende gesehen, dass die Smashburger haben. Das Besonderes ist die Zubereitungsart, bei dem das Fleisch extrem stark auf die Grillplatte geschlagen wird. Dadurch wird eine optimale Maillard-Reaktion gefördert. Seit jeher ein Garant für aromatischen Fleischgeschmack und Röstaromen.

California Burger. Foto: Darius/Foodloaf

Und wenn ihr jetzt noch mehr Burger-Inspiration von mir haben wollt, schaut euch folgende Links an. Einige der Berichte sind schon einige Jahre alt, aber dienen euch vielleicht trotzdem als Inspiration, dort mal was auszuprobieren.
Habt eine schöne Zeit auf dem Festival und lasst uns einen Kommentar da.
Bis dahin, und Ciao!

Buffalo Beef Dortmund Kreuzviertel
Big Boost Burger Dortmund Klönnestr.
Grill Store Dortmudn Wickede
Shake Shack in New York
Five Guys in Essen
What’s Beef in Düsseldorf
Burgermeister in Berlin

Darius kommt aus Dortmund und schreibt auf seinem Blog „FoodLoaf.com“ über Essen, Fitnessprodukte und Restaurants. Angefangen hat alles mit Eis-Tests auf Youtube. Außerdem ist Darius Biochemiker. Deshalb weiß er ganz genau, warum die Hefe im Pizzateig aufgeht und das Bier so schön perlt.

Das sind die Öffnungszeiten des Burger Festival Dortmund

  • 11. August (Samstag): von 12 bis 22 Uhr
  • 12. August (Sonntag) von 12 bis 19 Uhr