Bild: Foodloaf.com

Was bietet Dortmund kulinarisch? Was ist neu, was noch unbekannt? Wir haben den Dortmunder Food-Blogger Darius von Foodloaf gebeten, an dieser Stelle in einer Kolumne neue Restaurants und Futterbuden zu testen.

Vorgeplänkel

Ich war mal wieder für Dortmund24 unterwegs, und berichte über das libanesische Restaurant Ayman’s. Es hat sieben Jahre gedauert, dass ich meinen Hintern dorthin bewegte. Es wurde echt Zeit, denn es war saugut! Neulich habe ich mich also mit einem Kumpel verabredet, Tisch reserviert und hin da.

Das Ayman’s in der Saarlandstraße Foto: Foodloaf.com

Ayman’s Dortmund

Das Ayman’s Dortmund befindet sich in der Saarlandstraße 118a gegenüber von Benbergs Fritten. Auch das von mir für seine günstigen Preise gelobte Nudelhaus Da Capo befindet sich nur eine Gehminute entfernt.

Bevor das Ayman‘s an dem Ort Einzug fand, war dort eine Pizzeria. In dieser war ich vor einer geschätzten Ewigkeit einmal, und ich erinnere mich noch daran, wie unfassbar gemütlich ich es damals schon in diesem Ladenlokal fand. Es hat sich kaum etwas verändert.

Der Küchenbereich Foto: Foodloaf.com

Das Lokal ist recht klein, hat dunkle Möbel, nicht sonderlich große Sitzflächen, gedämpftes Licht und wirkt leicht urig. Und gerade deswegen ist es unfassbar gemütlich dort. Wenn man sich die kleinen Sitzecken anguckt, fragt man sich, wie man dort jemals mit vier Leuten Platz haben soll.

Man stelle sich vor, jeder hat sein Teller vor sich, ein Getränk, es gibt vielleicht noch ein bis zwei Vorspeisen und der Tisch dürfte überlaufen. Aber genau das macht den Charme aus, mir hat es sehr gut gefallen. Wenn man ein Restaurant betritt und man fühlt sich direkt wohl, ist das schon mal ein gutes Zeichen.

Manch einer nennt es „eng“, ich nenne es „gemütlich“ Foto: Foodloaf.com

Die Einrichtung ist stimmig, ohne viel Klimbim zu bieten. Das Personal war freundlich und der Chef des Ayman‘s hat uns auch direkt begrüßt, er war wohl selber am Herd (gutes Zeichen). Ich habe übrigens gehört, dass dort wohl schon einige Hollywood Berühmtheiten gegessen haben. Das wohl, da das Ayman’s sehr gut bei Google Maps o.ä. bewertet ist. Vin Diesel, Dany Glover und Co. seien schon da gewesen. Ob das stimmt? Keine Ahnung.

Halloween war zwar vorbei, aber das schummrige gemütliche Licht gefällt immer Foto: Foodloaf.com

Die Bestellung & der Geschmack

Wir bestellten zunächst zwei Vorspeisen: Da war eine libanesische Pizza, die uns netterweise mit zwei verschiedenen Toppings gemacht wurde. Eine Hälfte war mit Schafskäse belegt, die andere mit angemachten Tomaten, die mit typischen Gewürzen abgeschmeckt waren.

Sehr lecker muss ich sagen. Simpel, und mit keiner normalen Pizza vergleichbar, aber passend. Purer Genuss aus Teig mit Topping. Sie war weich gebacken und weniger knusprig. Nicht spektakulär, aber eine schöne Vorspeise, die so allein schon manchen satt machen könnte. Mit einem Preis von vier Euro durchaus günstig.

Eine Art libanesische Pizza Foto: Foodloaf.com

Zusätzlich bestellt wir noch Baba Ghanoush (vier Euro). Das ist ein Auberginenpüree, gewürzt mit Knoblauch, Zitrone sowie Sesamöl. Dazu gab es einfaches dünnes Fladenbrot.

Der Dipp war soweit okay, hat mir jetzt aber nicht die Schuhe ausgezogen. Zu wenig Geschmack nach Sesam und für mich zu säuerlich. Es ist allerdings eine schöne Art zu essen, indem man es sich auf das Fladenbrot schmiert und einfach in den Mund schiebt.

Baba Ghanoush, ein Auberginendip Foto: Foodloaf.com

Als Hauptgericht bestellte mein Kollege sich einen Grillteller, und ich bestellte mir einen Lammspieß. Sein Grillteller kostete 14 Euro, mein Lammspieß 16 Euro. Die Preise sind somit durchschnittlich angelegt. Nicht gerade günstig, aber es lohnt sich.

Der Grillteller mit verschiedenen Fleischsorten? Foto: Foodloaf.com

Basis des der Hauptgerichte sind zumeist entweder Reis oder Pommes, wobei ich behaupte, dass Pommes hier ein Frevel wären. Eine Beilage war außerdem wunderbar gegrilltes Gemüse, was optisch einen echten Mehrwert auf den Teller zauberte.

Mein Lammspieß war so unfassbar lecker, wie ich ihn nie zuvor erlebt habe. Das Fleisch war zart, hatte trotzdem genügend Biss, und ein wunderbares Aroma. Ebenfalls auf dem Teller befand sich eine Art Krautsalat, der perfekt zum Rest passte.

Ein kleines Highlight war allerdings die Knoblauchsoße. Oh mein Gott, ich kann es kaum beschreiben, wie unfassbar gut die war. Ein bisschen von dem würzigen Lammfleisch hineingedipt und in den Mund gesteckt – extrem lecker und einfach nur eine 1a-Kombination.

Der Grillteller mit Lammspießen. Foto: Foodloaf.com

Nach so einem Teller, vor allem wenn man etwas Vorspeise hatte, war man jedenfalls pappsatt. Der Reis ist eine gute Sättigungsbeilage, war aromatisch und hatte ein bisschen Butter mit drin.

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Also?

Zusammenfassend kann ich nur meine Empfehlung aussprechen, dass ihr das Aymans Dortmund mal ausprobiert. Es ist mal etwas anderes und man bekommt eine super gemütliche Location mit fantastischem Essen.

 Der Blogger

Darius kommt aus Dortmund und schreibt auf seinem Blog „FoodLoaf.com“ über Essen, Fitnessprodukte und Restaurants. Angefangen hat alles mit Eis-Tests auf Youtube. Außerdem ist Darius Biochemiker. Deshalb weiß er ganz genau, warum die Hefe im Pizzateig aufgeht und das Bier so schön perlt.