Samstag, 22. September 2018

Am Sonntag (13. April) ist es wieder so weit. Das Spiel der Spiele im Ruhrgebiet findet statt. Schalke 04 gegen Borussia Dortmund. Die Anspannung vor dem Spiel ist spürbar. Das Match wird allerdings auch von großen Störgeräuschen der Amateurfußballszene begleitet.  

Wenn am Sonntag um 15.30 Uhr das 152. Revierderby angepfiffen wird, sitzen viele Fans vor dem Fernseher, in den Kneipen oder im Stadion. Aber nicht alle, die das Spiel gerne sehen würden, können es auch. Als „äußerst unglücklich“ wird der Termin bei den Amateurfußballern aus dem Ruhrgebiet aufgenommen. Der Sonntag ist eigentlich für sie gedacht.

Viele Sportplätze werden am Wochenende leer bleiben. Foto: Kevin Mattes/Dortmund24

250 Spiele verlegt

Aus diesem Grund mussten viele Mannschaften aus dem Ruhrgebiet ihre Spiele verlegen. Nichtsdestotrotz gibt es einige Dortmunder Mannschaften, die ihre Spiele nicht verlegt bekommen haben, und deshalb parallel zum Revierderby spielen müssen. Die Folge sind deutliche weniger Zuschauer, Verkehrsstress und genervte Fußballer. Bei den überkreislich spielenden Dortmunder Teams hat es vor allem Westfalia Huckarde (Bezirksliga 9), SC Dorstfeld, Viktoria Kirchderne, FC Roj, TSC Eintracht, TuS Hanniball (alle Bezirksliga 8), BSV Schüren (Landesliga 3), Kirchhörder SC und SV Brackel 06 (beide Westfalenliga 2) erwischt, die alle ab frühestens 15 Uhr ranmüssen. Dortmunds höchstklassigsten Mannschaften, Der FC Brünninghausen und der ASC 09 Dortmund, konnten ihre Spiele wie zahlreiche andere Klubs auf 13 Uhr vorverlegen.

DFB in der Kritik

Viele Leute kritisieren den DFB für diese zeitliche Überschneidung. Das wohl eigentliche Hauptproblem ist die Tatsache, dass der BVB einige Wochen zuvor noch in der Europa League gespielt hat. Da die Europa League Spiele immer auf einen Donnerstag fallen, spielen die teilnehmenden Teams in der Bundesliga regelmäßig erst sonntags. Ein Dorn im Auge der Amateure, die regelmäßig zwischen Stadion und eigenem Hobby wählen müssen: „Zumindest für das Schalke Spiel hätte man eine Ausnahme machen können, zumal der BVB schon seit Wochen nicht mehr im Europacup vertreten ist.“ Aus Dortmunder Sicht kann man nur hoffen, dass der BVB das Derby für sich entscheidet und sich im nächsten Jahr für die Champions League qualifiziert, damit die zahlreichen Sonntagsspiele ein Ende finden.

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