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Er sorgt für Rauschen im Cockpit: Am Donnerstag (8. November) hat in einem Dortmunder Haushalt ein elektrisches Gerät für eine Störung im Flugfunkverkehr gesorgt. Die Bundesnetzagentur musste ausrücken. Und auch diesmal wird ein Radiowecker als Ursache vermutet.

Mehrere hundert mal im Jahr müssen die Mitarbeiter der Bundesnetzagentur solche Störungen lokalisieren und unschädlich machen. Und immer wieder fällt ihnen dabei ein ganz bestimmtes Modell in die Hände: Ein Lifetec-Wecker, den Aldi vor rund zehn Jahren im Sortiment hatte.

Radiowecker sendet statt zu empfangen

Denn der „läuft irgendwann aus der Frequenz“. So bezeichnen es die Mitarbeiter der Bundesnetzagentur in Dortmund, wenn das Gerät irgendwann nicht mehr das tut, was es eigentlich soll.

Denn wenn der Radiowecker in die Jahre gekommen ist, empfängt er nicht nur, er fängt auch an zu senden. Robin Braun von der Dortmunder Zentrale der Bundesnetzagentur: „Schon die Muster, die Frequenzen zeichnen, geben uns Hinweise darauf, um welches Gerät es sich handeln könnte.“

Immer auf der Suche nach Störungen

Da es immer wieder zu Störungen im Flugfunkverkehr kommt, sind die Mitarbeiter der Bundesnetzagentur kontinuierlich im Einsatz. Mit einer Antenne messen sie von außen, aus welchen Häusern Störungen kommen. Wird dann ein Störungs-Maximum entdeckt, muss im Haus weitergesucht werden.

Dazu hinterlassen die Mitarbeiter der Bundesnetzagentur ein Schreiben im Briefkasten der Wohnung, in der das störende Gerät vermutet wird. Wichtig zu wissen ist für die Bewohner, dass die Bundesnetzagentur zum einen Dienstausweise bereit hält. Zum anderen wird für eine Störungssuche im privaten Wohnraum zuerst telefonischen ein Termin vereinbart.

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Denn in der Regel ist der Flugfunkverkehr nur soweit gestört, dass den Piloten die Kommunikation mit dem Tower durch Rauschen erschwert wird. Sollte dennoch mal gar keine Kommunikation für die Piloten mehr möglich sein, ist allerdings Eile geboten. Dann rückt die Bundesnetzagentur in Begleitung der Polizei aus.

Solch einen „Worst Case“ gibt es aber nur sehr selten, sagt Robin Braun. Sollte es aber wirklich einmal soweit kommen, sei die Bundesnetzagentur innerhalb von zwei Stunden vor Ort um das störende Gerät auszuschalten.