Bild: Arnulf Stoffel/dpa

Täglich fahren über 90.000 Fahrzeuge über die A43. Ebenso an der Tagesordnung stehen kilometerlange Staus. Die Kapazitätsgrenze der Ruhrgebiets-Autobahn ist überschritten. Deshalb soll sie erneuert werden. Ein wichtiger Baustein ist der Tunnel am Herner Kreuz zur A42.

Zurzeit geht es von der A43 auf die A42 in Richtung Oberhausen über eine Überleitung. Demnächst soll ein Tunnel die beiden Autobahnen miteinander verbinden. Der kostet 67,2 Millionen Euro.

A43: Autobahnkreuz führt demnächst teilweise durch einen Tunnel

Im Frühling geht es los mit den Bauarbeiten. Insgesamt wird der Tunnel 550 Meter lang, die Einfahrt ist noch einmal 185 Meter lang. Der Tunnel bekommt außerdem zwei Fußgängerwege an den Seiten, sodass sich Autofahrer im Notfall in Sicherheit bringen können. Die Tunnelöffnung wird also insgesamt etwa zehn Meter breit und 4,70 Meter hoch sein.

So verläuft der neue Tunnel am Herner Kreuz von der A43 auf die A42. Darstellung: Straßen.NRW
So verläuft der neue Tunnel am Herner Kreuz von der A43 auf die A42. Darstellung: Straßen.NRW

Das besondere am neuen Tunnel: Er wird in der so genannten offenen Bauweise gebaut. Das bedeutet, dass die Baustelle nach oben hin offen bleibt und erst ganz zum Schluss ein Deckel aufgesetzt wird. Der Tunnel wird also nicht „unter Tage“ gebaut.

Tunnel ist Teil des A43-Ausbaus

Schwierig wird es wohl an den Bahngleisen, die der Tunnel kreuzt: Sie können nicht einfach abgebaut werden, die offene Bauweise ist nicht unmöglich. Straßen.NRW hat aber auch hierfür bereits eine Lösung. Mit Beton gefüllte Stahlrohre werden unter die Schienen geschoben, sodass der Tunnel unten gebaut werden kann. Oben rattern die Züge her.

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Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2019 beginnen und im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Zusätzlich läuft der sechsspurigen Ausbau der gesamten A43 zwischen Marl und Witten. Das Projekt soll in insgesamt sechs Bauabschnitten abgeschlossen werden.