Bild: Hans Juergen Landes Fotografie

Wortwörtlich in letzter Sekunde hat der Flughafen Dortmund sein Ziel für 2017 erreicht: mehr als 2 Millionen Passagiere! Zum Jahreswechsel gratulierte der Flughafenmanager einer Besucherin aus München.

Der Flughafen Dortmund scheint wieder auf dem Weg in bessere Zeiten zu sein. Zum Jahreswechsel verkündete der Flughafen nun, dass er sein Ziel für 2017 erreicht habe: mehr als 2 Millionen Passagiere.

Das ist deshalb so wichtig für den Flughafen, um möglichst bald nicht mehr auf städtische Subventionen seitens der Stadtwerke angewiesen zu sein. Denn: Ab 2024, so eine Vorgabe aus Brüssel, muss der Flughafen ohne Subventionen auskommen – andernfalls droht ihm das Aus.

Um dieses Ziel zu erreichen, könnten die Pläne der neuen schwarz-gelben Landesregierung hilfreich sein. Mit ihrem Landesentwicklungsplan will sie dabei helfen, den Flughafen wieder wachsen zu lassen. „Die Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Flughäfen wird damit beendet“, so Flughafengeschäftsführer Udo Mager gegenüber der Westdeutschen Zeitung. Er hoffe demnach, dass Dortmund mit Unterstützung aus Düsseldorf nun wachsen könne. Die Start- und Landebahn solle um etwa 300 Meter verlängert werden. Zudem möchte er eine Ausweitung der Betriebszeit um eine Stunde bis 23 Uhr.

Mager und Guido Miletic, Leiter Marketing & Sales, konnten jetzt also Karina Grimm als zweimillionsten Passagier begrüßen und ihr mit einem Reisegutschein der Fluggesellschaft Eurowings gratulieren. Grimm flog nach den Weihnachtsfeiertagen bei ihren Eltern in Arnsberg mit Eurowings zurück nach München.

Flughafengeschäftsführer Udo Mager (links) und Guido Miletic, Leiter Marketing & Sales, gratulieren dem zweimillionsten Passagier im Jahr 2017 am Flughafen Dortmund: Karina Grimm. Foto: Hans Juergen Landes Fotografie

Passagierzahlen über zwei Millionen wurden am Dortmund Airport zuletzt vor zehn Jahren verbucht. Flughafengeschäftsführer Udo Mager erläutert: „Mit der Zwei vorne knüpfen wir an das Spitzenjahr vor der Krise 2008 an und behaupten unsere Position als Nummer Drei unter den NRW-Verkehrsflughäfen.“

Flughafen Dortmund trotzt geopolitischen Ereignissen

Trotz einiger Unwägbarkeiten und Herausforderungen sei es uns gelungen, mit 2.000.701 Passagieren auf den Wachstumspfad zurückzukehren, so der Flughafenchef. Mit „Unwegbarkeiten“ meint Mager geopolitische Ereignisse des vergangenen Jahres (Türkei) und die Einstellung der Palma-Verbindung durch Air Berlin mit dem Winterflugplan 2014/2015. Mager: „Der Fluggastrekord zum Ende des Jahres 2017 ist ein Beleg dafür, dass der Dortmund Airport mit seinen über 30 Flugverbindungen gut aufgestellt ist und von den Reisenden in seinem Einzugsgebiet sehr geschätzt wird.“

Angeschoben wurde das Wachstum in 2017 laut Flughafen insbesondere durch die neuen Flugverbindungen nach Varna (Bulgarien), Thessaloniki (Griechenland), Hurghada (Ägypten) und Wien in der zweiten Jahreshälfte. Gepaart mit dem erhöhten Fluggastaufkommen auf bestehenden Routen und einer erhöhten Frequenz auf einigen Strecken konnte der Dortmund Airport so ein Passagier-Plus zum Jahresende erzielen, das bei rund vier Prozent liegt.

Pressesprecherin Annika Neumann begrüßte 2017 einen Kapitän von Wizz Air zum Erstflug ins bulgarische Varna. Foto: Dortmund Airport, Hans-Jürgen Landes

Einen wichtigen Beitrag zu diesem Erfolg habe unter anderem die ungarische Airline Wizz Air geleistet. Der Airline-Partner fliegt von Dortmund aus zu Städten wie Kattowitz und Budapest. Sie werden sowohl von Geschäfts- als auch Privatreisenden häufig angeflogen.

Vier weitere Ziele kommen zur Destinationskarte in 2018 hinzu: Ab Sommer werden die ukrainischen Städte Charkiw und Lemberg, Iasi in Rumänien sowie Posen in Polen die Liste der Wizz Air-Ziele ergänzen. Sie sollen nach Wunsch des Flughafens den Wachstumstrend weiter verstärken. Und auch Eurowings habe erklärt, den Platz Zwei in Dortmund weiter auszubauen und wachsen zu wollen.