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Der BVB hat eine richtig gute Hinrunde gespielt. Das sieht auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke so. Trotzdem sieht er den FC Bayern München weiterhin als den großen Favoriten auf die Meisterschaft. Zudem warnt er vor den Nachteilen des Höhenfluges von Borussia Dortmund.

Im Interview mit der Deutschen Presse Agentur äußerte sich „Aki“ Watzke über Christian Pulisic, den FC Bayern München, namenhafte Neuzugänge und andere Themen rund um Borussia Dortmund.

Hans-Joachim Watzke über…

Update, Freitag (11. Januar), 10 Uhr:
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ie Gefahr, dass Bayern Spieler wegkauft: Hans-Joachim Watzke sagt, dass man nichts ausschließen könne. Doch es sei nicht mehr so wahrscheinlich, dass die Bayern Spieler wegkaufen. „Wir können uns heute viel besser wehren als noch 2011 oder 2012“, sagt er.

Er zeigt am Beispiel Reus auf, wie es laufen kann. In den letzten fünf Jahren sei der heutige BVB-Kapitän immer mit anderen Klus in Verbindung gebracht worden. „Er spielt aber immer noch bei uns“, sagt der Geschäftsführer.

Leipzig und Gladbach sollen Spannung hochhalten

…Zweikampf um den Titel: Watzke denkt nur an das erste Spiel gegen Leipzig. Er würde sich wünschen, wenn auch Gladbach und Leipzig die Spannung weiter offen halten.

…das Ende der Bayern-Krise: Das vermeintliche Ende der Krise würde „Aki“ Watzke nicht nervös machen. Es sei zudem völlig normal, dass die Bayern mit Kommentaren Druck aufbauen würden.

…Werner oder Hazard: Watzke würde mindestens achtzig Spieler kennen, die gut zum BVB passen würden. Einer der beiden Spieler – Timo Werner und Thorgan Hazard – habe zudem die Zukunft schon ohne Borussia Dortmund geregelt.

…Mario Götze: „Wir wollen ihn nicht loswerden, er will nicht weg“, sagt Watzke. Gespräche sollen in absehbarer Zeit geführt werden

Erstmeldung, Donnerstag (10. Januar), 8 Uhr:

…Christian Pulisic und Transfererlöse: Am liebsten wäre es Watzke gewesen, wenn Pulisic seinen Vertrag verlängert hätte. Das war jedoch nicht möglich. So sei es aus der Sicht des Geschäftsführers die beste Lösung. „Mit dem Preis können wir zufrieden sein“.

Spült Geld in die Taschen vom BVB: Christian Pulisic. Foto: dpa
Spült Geld in die Taschen vom BVB: Christian Pulisic. Foto: dpa

Man dürfe sich aber für die insgesamt 476 Millionen Euro Ablöse, die in den letzten Jahren eingenommen wurde, nicht auf die Schulter klopfen lassen. Wenn der BVB mit den Top-Teams aus Europa mithalten will, muss er ein bestimmtes Gehaltsniveau stemmen. „Entscheidend ist, dass wir Transferüberschüsse benötigen“.

Watzke sieht den BVB nicht mehr als Ausbildungsklub

…den BVB als Ausbildungsklub in Europa: „Das mit dem Ausbildungsklub ist ein Etikett, das nicht mehr der Wahrheit entspricht“, erklärt „Aki“ Watzke und zeigt es an den Beispielen Liverpool und Barcelona. So habe der LFC Coutinho an Barcelona verloren. Selbst Neymar sei aus Katalonien nach Paris gewechselt.

…Kehl, Sammer und der hämische Kommentar von Uli Hoeneß: Vor der Saison hat Uli Hoeneß über die Verpflichtung von Kehl und Sammer gesagt, dass Borussia Dortmund bald einen Gelenkbus brauchen würde, um alle unterzukriegen. „Eine meiner guten Entscheidungen war es, solche Kommentare aus München nicht ständig zu kommentieren.“

Hoeneß-Kommentar über die BVB-Berater

Watzke würde aber feststellen, dass sich die Bayern wieder mit dem BVB beschäftigten. Der Geschäftsführer denkt, dass Hoeneß weiß: Es handelt sich um eine Fehleinschätzung. „Wir haben nur einen Berater.“

"Aki" Watzke über den FC Bayern: "Noch immer Favorit." Foto: Matthias Balk/dpa
Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß.“Aki“ Watzke über den FC Bayern: „Noch immer Favorit.“ Foto: Matthias Balk/dpa

…Kehl, Sammer und die Transfererfolge: Der BVB habe auch in den Jahre zuvor gute Transferpolitik gemacht. Michael Zorc habe bei allem die Federführung. Trotzdem sei die Beratung von Sammer und Kehl nicht schlecht gewesen. „Sie hat sicherlich nicht geschadet.“

Watzke freut sich über Spannung in der Liga

…BVB in der Favoritenrolle: Insgesamt 73 Prozent der Bundesliga-Profis würden an die Meisterschaft des BVB glauben. Daraufhin äußert sich „Aki“ Watzke ganz klar. „Favorit ist immer der FC Bayern“, sagt er und würde sich auch nichts anderes einreden wollen.

Aktuelle Top-Themen

 

Wirtschaftlich bewege sich der FC Bayern München in anderen Größenordnungen. „Für uns ist es viel wichtiger, dass wir Fußball-Deutschland gezeigt haben, dass man wieder mir uns rechnen muss“, sagt „Aki“ Watzke und freut sich, der Liga erneut Spannung zurückgegeben zu haben.

 

 

 

mit dpa-Material