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Die Rivalität zwischen dem BVB und dem FC Schalke 04 ist bekanntlich groß. Dass aber auch der Zweitligist VfL Bochum ein Problem mit den beiden Ruhrgebiets-Vereinen hat, zeigen aktuelle kritische Aussagen von Bochums Vorstandssprecher Ilja Kaenzig.

Der FC Schalke bereitet sich derzeit im spanischen Benidorm auf die Rückrunde vor. Und auch der BVB befindet sich im Trainingslager. Noch bis zum 12. Januar bleiben die Borussen für die Vorbereitung in Marbella. Dort beginnt am 13. Januar auch für den VfL Bochum die Vorbereitung auf die Rückrunde in der 2. Liga.

BVB und S04 sind Unterhaltungs-Konzerne

Bis dahin hat man in Bochum offenbar Zeit, sich kritisch über den BVB und die Schalker zu äußern. In einem Interview mit der „Bild“ teilte Ilja Kaenzig, Vorstandssprecher des VfL Bochum, mächtig aus.

Auf die Frage, wie Bochum aus seinem Schatten-Dasein in der 2. Liga wieder herauskommen wolle, antwortete Kaenzig: „Uns unterscheidet vom BVB und S04, die für mich eher Unterhaltungs-Konzerne sind, dass wir hier an der Castroper Straße Volkssport repräsentieren. Wir möchten den Fußball-Fans auf diesem hart umkämpften Markt ein Gegenprodukt anbieten und zeigen, dass wir uns davon abheben.“

Ein „Gegenprodukt“ zu Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Denn dort spräche man von ,Premium-Zuschauern‘ und von ,Global Playern‘. Stadionbesuche ähneln Ausflügen ins Phantasialand, so der 45-Jährige.

VfL Bochum betreibt einen Volkssport

Und erzählt weiter: „Unser Fußball soll Volkssport sein und Kulturgut bleiben. Der VfL als ewiger Gegenentwurf zur grellen Fußball-Epoche aus Glamour, Geld und Entertainment.“

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Ein ganz schön hartes Urteil über die Fußballkollegen aus Dortmund und Gelsenkirchen. Doch der Bochum-Manager besteht auf seine Meinung. „Ich denke, dass die Zuschauer, die zum Fußball gehen, keinen Bock auf Inszenierungen, Halbzeit-Shows mit Popstars oder die totale Vermarktung ihres Sports haben.“

Der VfL sei im Vergleich zum BVB und dem S04 „quasi Handarbeit“. Man wolle anders sein und dabei trotzdem innovativ. Auch wenn die Bedingungen für die Bochumer dafür alles andere als gut seien.

Für den Verein sei der Markt alleine schon deswegen so schwierig, weil es in unmittelbarer Nähe so große Konkurrenz gibt. „Wenn wir uns umschauen, sind da der BVB, Schalke und weitere fünf Erst- und Zweitligisten im Umkreis von 80 Kilometern“, so Kaenzig gegenüber der „Bild“.