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Borussia Dortmund hat die beste Transferbilanz der Bundesliga vorzuweisen: Kein Klub der Liga verbucht bei Spielerverkäufen ein größeres Plus als der BVB. Der Pulisic-Deal mit Chelsea ist der jüngste Beleg für die Erfolgsstrategie des Vereins.

Dortmund ist Spitzenreiter – nach dem letzten Spiel der Hinrunde hatte die Mannschaft des BVB die Tabellenspitze und damit die Herbstmeisterschaft sicher in der Tasche. Und meisterlich sind auch die Transfers von Borussia Dortmund.

Kein anderes Liga-Team so erfolgreich wie der BVB

Mit seinen Spielerverkäufen ist der Verein ebenfalls die Nummer 1 der Liga. In den letzten drei Jahren erwirtschaftete kein anderes Team der Liga eine ähnlich positive Bilanz bei Spielerverpflichtungen.

Nach Angaben des Online-Sportportals „transfermarkt.de“ kassierte Schwarz-Gelb allein in den letzten drei Jahren unglaubliche 476 Millionen Euro. Investiert hat Borussia Dortmund im gleichen Zeitraum hingegen „nur“ 329 Millionen Euro. Der BVB kauft nach dem Prinzip gut und günstig ein und verkauft seine Spieler später möglichst gewinnbringend.

Außerdem scheinen Hans-Joachim Watzke und Co. auf eine weitere besondere Strategie zu bauen. Bild“ berichtet: Der BVB soll, um einen großen Transferüberschuss zu ermöglichen, seinen Spielern keine Ausstiegsklauseln in den Verträgen mehr verankern.

Bayern verkaufen Spieler erst, wenn sie ausgedient haben

Anders scheint das bei dem FC Bayern München abzulaufen. Zum Vergleich: Die Bayern erwirtschafteten im gleichen Zeitraum ein Transferminus. Ausgaben von 196 Millionen Euro stehen Transfererlöse von 163 Millionen Euro gegenüber. Ein möglicher Grund könnte sein, dass die Münchner ihre Spieler erst dann abgeben, wenn diese im Kader nicht mehr gebraucht werden.

Mit dem Verkauf von Ousmane Dembélé gelang den Dortmundern der vielleicht größte Transfergewinn überhaupt: Der Franzose kam zur Saison 2016/2017 für 15 Millionen von Stade Rennes zum BVB und wurde nur ein Jahr später für den zehnfachen Betrag an den FC Barcelona verkauft.

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Schalke mit mehr Soll als Haben

Ähnlich lief es auch beim Transfer von Pierre-Emerick Aubameyang ab. Der Stürmer unterschrieb bei den Schwarz-Gelben im Jahr 2013 für 13 Millionen und ging 2018 für 64 Millionen zu Arsenal London.

Diese Transferstrategie führt unterm Strich zu einem gewaltigen Plus auf dem Vereins-Konto.

Bei den Königsblauen auf Schalke läuft es mit den Transfereinnahmen indessen nicht so rund: Im Vergleichszeitraum konnte der FC Schalke 04 laut „transfermarkt.de“ Spieler für 113 Millionen Euro verkaufen, bei Ausgaben von 145 Millionen Euro. In den Vorjahren verbuchte die Finanzabteilung der Schalker noch ein Plus von 24 Millionen Euro.