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Zu einer Zeit als Roman Bürki von Seiten der Fans und Medien kritisch beäugt wurde, setzte der BVB ein Zeichen und verlängerte im Herbst 2017 seinen Vertrag. Nun zahlt der Torhüter das in ihn gesetzte Vertrauen an den Verein zurück.

Die Hinrunde hat gezeigt, dass Roman Bürki eine Bank im Dortmunder Tor ist. Zurecht und völlig verdient kührte ihn der „Kicker“ in seiner „Rangliste des deutschen Fußballs“ zum besten Torhüter der Hinrunde.

Diesen Titel erarbeitete sich der Schweizer mit guten Leistungen und einer stabilen Form. Und auch das hundertprozentige Vertrauen von Seiten der Vereinsführung des BVB dürfte einen Anteil am Erfolg des 28-Jährigen haben.

Roman Bürki schaltet im Nationalteam in den Standby-Modus

Roman Bürki zieht nun seine Schlüsse aus den letzten Monaten. Er wolle seine gute Form bestätigen und sich auch deshalb vorerst ausschließlich auf den BVB konzentrieren. Als logische Konsequenz bedeutet das, dass der Torhüter in der Schweizer Nationalmannschaft ab sofort in eine Art Standby-Modus schaltet.

„Es war mir immer eine echte Herzensangelegenheit und eine große Ehre, für mein Heimatland aufzulaufen“, so Bürki. Seine Entscheidung, bis auf weiteres, zumindest aber im EM-Qualifikationsjahr 2019 nicht für die Schweizer Auswahl zu spielen, sei „deshalb auch keine gegen das Nationalteam, sondern eine für einen verstärkten Fokus auf den BVB und meine Gesundheit.“

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Außerdem sei es ihm ein Anliegen, jüngeren Torhütern die Chance zu geben, Erfahrung im Kreis der Nationalspieler und im Training von Nationalcoach Vladimir Petkovic sowie insbesondere Torhüter-Coach Patrick Foletti sammeln zu können.“

Verantwortung gegenüber dem Schweizer Fußball sei ihm bewusst

Die Verantwortlichen der Schweizer Nationalmannschaft habe Roman Bürki bereits vor mehreren Wochen über seinen Entschluss unterrichtet.

Er machte jedoch deutlich, dass wenn in der Nationalelf ein kurzfristiger Torhüter-Engpass entstünde und Bürki für den Trainerstab die bestmögliche Alternative wäre, würde der 28-Jährige seiner Verantwortung gegenüber dem Schweizer Fußball selbstverständlich gerecht werden und eine Nominierung annehmen.