Bild: Bernd Thissen dpa

Das Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund ist immer eine Geburtsstunde großer Spieler. Ebi Smolarek, Alex Frei und Shinji Kagawa sind aus BVB-Sicht prägende Figuren der jüngsten Derbygeschichte gegen den S04.

Das Revierderby findet zweimal in der Saison statt und ist stets ein wichtiges Spiel. Doch nur wenige Aufeinandertreffen bleiben im Gedächtnis der Fans.

Drei Geschichten aus jüngster Vergangenheit bleiben vielen Anhängern von Borussia Dortmund hingegen im Kopf. Die Akteure: die BVB-Spieler Ebi Smolarek, Alex Frei und Shinji Kagawa.

BVB zerstört Schalker Derby-Meister-Träume

Es waren andere Zeiten: Schalke hatte am 33. Spieltag der Saison 2006/07 die Chance beim Revierderby im Westfalenstadion die Meisterschaft zu holen. Gerald Asamoah wollte barfuß über die B1 nach Gelsenkirchen laufen und der BVB hatte lange Zeit mit Abstiegsszenarien zu kämpfen.

Im Derby waren die Spieler von Borussia Dortmund aber heiß. Rechtsverteidiger Christoph Metzelder legte zweimal auf. In der 44. Minute traf Alex Frei zur Führung. In der 85. Minute war es dann Ebi Smolarek, der die Schalker Meisterträumer zerstörte und zusammen mit den Fans auf dem Zaun vor der Südtribüne feierte.

„Ihr werdet nie Deutscher Meister“, schallte es durch das Westfalenstadion. Auch der aus der Bier-Werbung von Ex-Schalke-Manager Rudi Assauer umfunktionierte Spruch „Nur gucken, nicht anfassen“ stand auf Plakaten der Fans. Nur eine Woche später holte der VfB Stuttgart die Schale. Der S04 trauerte ein zweites Mal in den 2000er Jahren.

Alex Frei rettet Klopps Anfangszeit beim BVB

Nach 54. Minuten stand es am 13. September 2008 schon 0:3 aus BVB-Sicht. Jürgen Klopp drohte ein Fehlstart bei Borussia Dortmund. Doch wie war der Spruch? Im Derby kann alles passieren?

Alex Frei in Jubelpose. Für die BVB-Fans ist er ein Derbyheld. Foto: Foto: Franz-Peter Tschauner dpa
Alex Frei in Jubelpose. Für die BVB-Fans ist er ein Derbyheld. Foto: Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa

Neven Subotic sprang in der 67. Minute nach einer Ecke am höchsten. Nur 13 Minuten später stand Alex Frei eigentlich im Abseits. Doch die Fahne blieb unten. Es stand nur noch 2:3.

Nach zwei Platzverweisen für Schalke für Christian Pander und Fabian Ernst bekam Dortmund noch einmal Oberwasser. Es dauerte bis zur 89. Minute. Fragwürdiger Handelfmeter für den BVB. Frei legte sich den Ball zurecht und netzte zum Ausgleich ein. Das Stadion tobte und die Ära Klopp nahm doch noch einen guten Start.

Kagawa legte den Grundstein zur Schale im Revierderby

Die BVB-Fans trauten dem Ganzen noch nicht so ganz: Vor dem Auswärts-Derby am 19. September 2011 konnten die Anhänger noch nicht ahnen, was es für eine Saison werden würde. Doch Shinji Kagawa gab mit seinen zwei Toren im Derby eine Kostprobe.

Kagawa zerlegt den S04 in der Arena beim Derby in der BVB-Meistersaison. Foto: Achim Scheidemann dpa
Kagawa zerlegt den S04 in der Arena beim Derby in der BVB-Meistersaison. Foto: Achim Scheidemann/dpa

In der 19. und 58. Minute erzielte der Japaner, der für Kleingeld aus Japan zur Borussia kam, zwei Tore. Robert Lewandowski erhöhte auf 3:0 in der 86. Minute. Da war der Anschlusstreffer von Klaas-Jan Huntelaar dann auch egal. Der BVB spielte gefühlt zum ersten Mal den in den kommenden Jahren prägenden Klopp-Stil.

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BVB-Fans empfingen die Mannschaft in Dortmund und trugen Shinji Kagawa auf Schultern. Dieses Revierderby galt als Initialzündung für den Kampf um die Meisterschaft.