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Matthias Sammer und der BVB – eine Geschichte, hinter der jede Menge Erfolg steht. Unvergessen bleibt die Deutsche Meisterschaft 2002, die Sammer damals als junger Dortmund-Trainer holte. Jetzt, fast 16 Jahre später, ist er in anderer Funktion zurück. Auch der Erfolg scheint wiederzukehren.

Borussia Dortmund ist derzeit Spitzenreiter. Der Vorsprung auf die Bayern beträgt vier Punkte. Nach der schwierigen letzten Saison kommt diese Leistung für viele sehr überraschend.

Trainer, Spieler und Management bekommen deshalb zuletzt viel Lob zugesprochen. Einer, der im Hintergrund die Fäden zieht, wird dabei aber vergessen: Matthias Sammer! Der 51-Jährige, der offiziell als Berater des Managements fungiert, hat großen Anteil am Dortmunder Erfolg.

Sammer analysiert intern knallhart

Matthias Sammer ist ein absoluter Fußballfachmann, das gilt in Deutschland als unbestritten. Das beweist er mit seinen detaillierten und klaren Taktik-Analysen bei Eurosport Woche für Woche.

Aber auch beim BVB ist Sammer ein Mann der klaren Worte. In altbekannter „Motzki-Manier“ legt er den Finger in die Wunde, anstatt den Jubelströmen Beachtung zu schenken: „Es ist vieles in Ordnung, aber nicht alles Gold was glänzt“, sagte Sammer bei Eurosport und verweist darauf, dass der BVB zum absoluten Spitzenbereich noch einiges verbessern muss.

Matthias Sammer
Matthias Sammer glänzt regelmäßig bei seinen Analysen auf Eurosport. Foto: Nadine Rupp/Ruppografie/EUROSPORT/obs

Die Akribie und Detailversessenheit, mit der Sammer beim BVB arbeitet, kommt intern gut an. Regelmäßig tauschen sich Matthias Sammer, Sebastian Kehl, Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc aus, um mit dem BVB maximalen Erfolg zu erzielen.

Sammer in wichtige Transferentscheidungen involviert

Den Grundstein für den aktuellen Erfolg legte Sammer gemeinsamen mit Kehl und Zorc bereits vor der Saison. Die Transferpolitik in dieser Spielzeit war eine vollkommen andere.

Während in der Vergangenheit der Fokus auf jungen entwicklungsfähigen Spielern lag, die zu einem späteren Zeitpunkt für ein Vielfaches weiterverkauft werden sollten, wurden in diesem Transferfenster fertige Spieler mit starker Mentalität verpflichtet.

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Thomas Delaney (26), Axel Witsel (29), Paco Alcácer (24), Marwin Hitz (30), aber auch Abdou Diallo (22) und Marius Wolf (23) haben bereits eine gewisse Erfahrung, mit der sie dem Dortmunder Spiel Stabilität verleihen. Einzige Ausnahme ist der von Real Madrid ausgeliehene Achraf Hakimi.

Die Handschrift von Mathias Sammer ist klar zu erkennen. Ob der „Sammer-Effekt“ schon in dieser Saison für einen Titel reicht, bleibt abzuwarten.