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Der FC Chelsea hat dem BVB ein erstes Angebot für Christian Pulisic (20) gemacht. Der Wechsel soll schon im Winter über die Bühne gehen. Nun scheint auch Thorgan Hazard (25) von Borussia Mönchengladbach dabei eine Rolle zu spielen. Wie passt das zusammen?

Hazard spielt bei Borussia Mönchengladbach und wurde von den Fohlen fest verpflichtet. Pulisic spielt bei Borussia Dortmund und hat das Interesse des FC Chelsea auf sich gezogen.

Hazard zum BVB: Wie passt das zusammen?

Die Engländer haben laut Ruhr Nachrichten dem BVB ein Angebot gemacht (kostenpflichtiger Inhalt). Das soll noch zu niedrig sein. Nun scheint Chelsea aber die  Karte „Hazard“ in diesem Poker spielen zu wollen. Das berichtete die seriöse Zeitung „The Daily Telegraph“ am Montag (3. Dezember). So habe sich der FC Chelsea eine „Rückkauf-Klausel“ („buy-back clause“) beim Gladbacher gesichert.

Christian Pulisic hat das Interesse vom FC Chelsea geweckt. Foto: Bernd Thissen/dpa
Christian Pulisic hat das Interesse vom FC Chelsea geweckt. Foto: Bernd Thissen/dpa

Wie „The Telegraph“-Autor Matt Law schreibt würde dadurch die Möglichkeit für Chelsea vorhanden sein, sich mit Dortmund einig zu werden. So könne Chelsea dafür sorgen, dass kein anderer Verein als der BVB Hazard kauft. Im Umkehrschluss würde Borussia Dortmund Pulisic an die Stamford Bridge ziehen lassen. Doch ist das realistisch?

Was würde beim „Matching Right“ passieren?

Chelsea und der BVB einigen sich auf einen Pulisic Transfer. Im Umkehrschluss macht Dortmund Gladbach ein Angebot für Hazard. Sollte ein besseres Angebot für den Belgier am Niederrhein eingehen, informiert Gladbach die „Blues“. Die Engländer würden dann als Deal aus dem Pulisic-Transfer den BVB darüber informieren, sodass Zorc und Co. reagieren könnten.

Was würde bei einer „buy-back-clause“ passieren?

Chelsea und Dortmund einigen sich bei einem Pulisic-Transfer. Zudem kaufen die Engländer Hazard von Gladbach zurück. Der BVB könnte den „Blues“ dann ein Angebot für den Belgier machen.

Hazard soll eine Klausel im Vertrag haben

Die Frage, ob eine Klausel im Vertrag von Hazard vorhanden ist, hat die deutschen Medien schon im Januar 2018 beschäftigt. Die Sportbild berichtete am 10. Januar 2018, dass Chelsea das sogenannte „Matching Right“ für Hazard haben soll. Heißt: Über jedes Angebot, das für den Belgier eingeht, muss Gladbach die Engländer informieren.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte sich dazu folgendermaßen geäußert: „Wenn Gladbach von Chelsea so einen Spieler bekommt, dann hat der Verein (Chelsea, Anm. d. Red.) die Möglichkeit, über diesen Spieler nachzudenken“.

+++ Wo Schalke vor dem Derby besser als der BVB ist +++

Ende November berichtete Dortmund24 über das Interesse von Borussia Dortmund an Hazard. So könnten sowohl Nationalmannschaftskollege Axel Witsel als auch Trainer Lucien Favre Faktoren für eine Wechsel zum BVB sein.

Wie Witsel Hazard nach Dortmund locken könnte

Witsel und Hazard sind gut befreundet. Favre war es, der den Belgier nach Gladbach holte und auf ihn setzte. Der aktuelle Marktwert des 25-jährigen Belgiers liegt bei 25 Millionen Euro. Eine Ablöse dürfte allerdings höher sein.

In 15 Auftritten in dieser Saison erzielte der Gladbacher elf Tore und gab sechs Vorlagen. Beim Statistikportal „whoscored.com“ (wie funktioniert das Bewertungssystem bei whoscored.com?) ist er unter den elf stärksten Spielern mit einem Wert von 7,8.  Damit ist er aktuell der von den Statistiken her stärkste Spieler der Bundesliga. Zum Vergleich: Marco Reus und Lukasz Piszczek haben einen Wert von 7,6.

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Pulisic könnte seinen Traum von der Premier League schneller realisieren als gedacht. Mit diesem Tausch dürften sich sowohl Chelsea- als auch BVB-Fans anfreunden können. Nur am Niederrhein dürfte dieses Szenario für lange Gesichter sorgen.