Wo ist Axel Witsel? In Dortmund beim Medizincheck, in China bei seinem Arbeitgeber Tianjin Quanjian oder in seiner Heimatstadt Lüttich? Weder noch – am Dienstagabend (31. Juli) postete er ein Foto von der Urlaubsinsel Ibiza. Derweil zieht sich der Transfer zum BVB in die Länge.

Das Transfertheater um den belgischen Nationalspieler Axel Witsel nimmt langsam Züge eines Drehbuchs an. Belgien, China oder Dortmund – wo hält sich der Mittelfeldspieler nun auf? Und viel wichtiger: wie ist der Stand der Dinge beim Transfer von Witsel zu Borussia Dortmund?

Wo ist Axel Witsel?

Am Sonntagabend kam die für viele BVB-Fans hoffnungsvolle Nachricht vom belgischen Radiosender „RTBF“: Axel Witsel soll am Montag zum Medizincheck nach Dortmund kommen. Die Antwort von BVB-Sportdirektor kam prompt. Gegenüber einer Anfrage der Ruhr Nachrichten antwortete Zorc auf gewohnte Art und Weise: „Wir werden diese Personalie nicht kommentieren.“

Aber wo ist Witsel gerade? Der Belgier selbst weilt, wie er auf Instagram am Dienstag zeigte, aktuell auf der spanischen Mittelmeerinsel Ibiza und feierte zusammen mit seiner Freundin, Teamkollegen Thomas Meunier und dessen Freundin in der bekannten Disco Ushuaia. Weder Dortmund, noch Belgien, noch China – Witsel ist noch im Urlaub. Borussia Dortmund fuhr zusammen mit allen WM-Fahrern am Mittwoch (1. August) ins Trainingslager nach Bad Ragaz (Schweiz).

@dimitrivegasandlikemike #friends #ibiza #ushuaïa 😎🔥👌🏽 @thomas12meunier

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Warum zieht sich der Transfer in die Länge?

Weitere Medienberichte der belgischen Zeitungen „Het Laatste Nieuws“ und „Het Nieuwsblad“ meldeten, dass sich die Verhandlungen zwischen Borussia Dortmund und Tianjin Quanjian in die Länge ziehen. Witsel soll eine Ausstiegsklausel von knapp 20 Millionen haben. Eigentlich ein Schnäppchen. Doch nach den Transfers von Dembele und Aubameyang hat der BVB aktuell Geld und könnte viel mehr bezahlen. Und das will der chinesische Club Tianjin Quanjian ausnutzen.

Vor knapp einer Woche sah es alles nach einem Tauziehen zwischen dem französischen Top-Club Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund aus. Doch könnte die Geschichte mit Paris auch ein Störfeuer gewesen sein, um den Preis anzukurbeln. Denn PSG will eigentlich lieber den Weltmeister N’Golo Kanté. Aktuell ist nichts mehr von einem Interesse aus Frankreich zu hören.

Am Mittwoch (1. August) soll der chinesische Club laut Bild einen Unterhändler angeboten haben, um Witsel in der Premier League unterzubringen. Tianjin Quanjian will die Ablösesumme in die Höhe treiben. Zudem bestreitet der chinesische Club die Gültigkeit der Ausstiegsklausel. Die Argumentation: Die Ausstiegsklausel sei nur während der Saisonpause in China gültig – aktuell läuft der Spielbetrieb in Fernost.

Warum weiterhin alles für den BVB spricht?

Beim BVB klafft seit dem Karriereende von Sebastian Kehl eine Lücke im Zentrum. Axel Witsel wäre der perfekte Spieler, um diese Lücke zu schließen. Aber Dortmund hat ebenfalls einiges zu bieten. Auch der BVB zahlt mit Euros – und das wohl nicht zu knapp. Zudem könnte sich der 29-jährige Mittelfeldspieler im besten Fußballalter in der Königsklasse präsentieren. Auch nicht unwichtig: Nach den Stationen St. Petersburg (2.397 Kilometer) und Tianjin (circa 8.000 Kilometer), liegen zwischen Dortmund und Witsels Heimatstadt Lüttich nur 185 Kilometer.

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