Nun ist es endlich offiziell: Nach langen und zähen Verhandlungen gab der BVB am Montag (6. August) bekannt, dass Axel Witsel neuer Spieler im schwarz-gelben Trikot wird. Wir haben uns ein bisschen genauer mit dem Spieler beschäftigt.

Der Transfer von Axel Witsel vom chinesischen Klub Tianjin Quanjian zu Borussia Dortmund ist perfekt. Der belgische Nationalspieler wechselt für 20 Millionen Euro Ablöse zum BVB und ist bereits im Trainingslager in der Schweiz angekommen.

Der 29-Jährige unterschreibt in Dortmund bis 2022 und soll 7,5 Millionen Euro im Jahr verdienen. Hier sind sechs Dinge, die ihr (vielleicht) noch nicht über den BVB-Neuzugang wusstet.

1. Witsel könnte auch für eine andere Nationalmannschaft spielen

Axel Witsel ist belgischer Nationalspieler und hat zuletzt bei der Fußball WM 2018 auf sich aufmerksam gemacht. Der Mittelfeldspieler stand in sechs der sieben Endrunden-Spiele in der Startformation und blieb jeweils bis zum Schlusspfiff auf dem Feld. Doch der Fußballer hätte aufgrund seiner Wurzeln auch die Möglichkeit für ein anderes Land aufzulaufen. Sein Vater Thierry wurde in Frankreich geboren, hat aber seine Wurzeln auf Martinique. Deshalb hat auch Axel den Pass des Landes von der Karibikinsel. Witsels Mutter ist Belgierin und auch der 29-Jährige wurde in Lüttich geboren.

2. Rekord-Transfer zu St. Petersburg

Im Sommer 2012 wechselte Axel Witsel nach nur einem Jahr von Benfica Lissabon zu Zenit St. Petersburg. Die horrende Ablösesumme betrug damals 40 Millionen Euro. Damit ist der Belgier auch Jahre danach immer noch der teuerste Neuzugang in der Geschichte der Russen, zusammen mit dem Brasilianer Hulk, der zum gleichen Zeitpunkt vom FC Porto nach St. Petersburg kam. Während seiner Zeit in Russland hatte Witsel 122 Einsätze.

3. Negativschlagzeilen in seiner Heimat

Das ganze liegt zwar schon fast zehn Jahre zurück, trotzdem hat die Geschichte einen negativen Beigeschmack. Im August 2009 sorgte Witsel in Belgien für Negativschlagzeilen: Der 29-Jährige spielte damals für Standard Lüttich, als er seinem Gegenspieler Marcin Wasilewski vom RSC Anderlecht mit einem Tritt einen doppelten Beinbruch bescherte.

Für dieses schlimme Foul wurde der damals 20-jährige Witsel für acht Spiele gesperrt. Zusätzlich musste er eine Geldstrafe von 2.500 Euro zahlen. Das Ansehen des Spielers in seiner Heimat litt sehr unter dem Foul. Es war sogar so schlimm, dass Wistel und zwei seiner Schwestern unter Polizeischutz gestellt wurden und sein Elternhaus bewacht wurde. Es gab Morddrohungen und einige Zeitungen fuhren regelrechte Kampagnen gegen ihn.

4. Witsel war Fußballer des Jahres 2008

Während der belgische Nationalspieler den meisten erst in den letzten Jahren so richtig aufgefallen ist, war Axel Witsel in seiner Heimat schon früh ein vielversprechender Star. 2008 wurde er während seiner Zeit bei Standard Lüttich bereits im Alter von 20 Jahren als Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Neben seinen Meistertiteln mit Zenit St. Petersburg und Benefica Lissabon ist diese Auszeichnung bis heute der einzige individuelle Titel für den Mittelfeldspieler.

5. Witsels Spitzname ist von einem Fischerboot abgeleitet

Axel Witsel hat einen sympathischen Spitznamen. Nicht nur von seinen Fußball-Kollegen wird der 29-Jährige „DJ Chaloupe“ genannt. Einerseits wegen seiner Leidenschaft für das Austoben an Schallplatten. Andererseits wegen seiner ruhigen und relaxten Art, Fußball zu spielen. Damit ähnele er auf dem Feld einem „Chaloupe“. Das fand zumindest einst ein Teamkollege bei Standard Lüttich und verpasste Witsel jenen Spitznamen. Ins Deutsche übersetzt bedeutet „Chaloupe“ so viel wie ein vor sich hin schipperndes französisches Fischerboot oder auch Beiboot.

6. Ancelotti wollte Witsel zum FC Bayern holen

Nach seiner Zeit bei St. Petersburg wechselte der Fußballer 2017 für ein Jahresgehalt von 18 Millionen Euro nach China und entschied sich damit gegen ein Angebot von Italiens Rekordmeister Juventus Turin. Und im vergangenen Sommer verriet Witsel, dass er auch bei Bayern München ein Thema war. Dem „Sport/Foot Magazine“ sagte er: „Vor zwei Wochen hat Carlo Ancelotti bei Fabio Cannavaro (Trainer von TJ Quanjian) angerufen, um ihn zu fragen, ob er mich kontaktieren dürfe. Er wollte mich bei Bayern München. Das ist der Beweis, dass man im europäischen Top-Fußball nicht vergessen wird, nur weil man in China spielt.“

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