Bild: dpa

Sergej W. hatte eine Splitterbombe am BVB-Mannschaftsbus gezündet. Nun ist das Urteil gefallen. Er muss für 14 Jahre ins Gefängnis. Doch nun hat der 29-Jährige Revision eingelegt.

+++ Update am 30. November, 19.20 Uhr: Sowohl Sergej W. als auch die Staatsanwaltschaft haben Revision gegen das Urteil eingelegt. Das teilte das Dortmunder Landgericht am Freitag (30. November) auf Anfrage mit. Der Fall wird nun von dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe auf Rechtsfehler geprüft.

Ist die Revision erfolgreich, muss der Fall vor einem anderen Schwurgericht neu verhandelt werden. Falls nicht, ist das Urteil rechtskräftig. Dann geht der 29-Jährige für seinen Anschlag auf die Mannschaft des BVB für 14 Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Dortmund hatte ihn am Dienstag (27. November) zu dieser Haftstrafe verurteilt. +++

Ursprungsmeldung:

Das Landgericht Dortmund hat Sergej W. am Dienstag (27. November) zu 14 Jahren Haft verurteilt. Der Verurteilte soll das Urteil reglos hingenommen haben.

Bereits vor dem Urteil hatte Sergej W. die Tat zugegeben. Doch er hatte bestritten, dass er jemanden durch die Bombe töten wollte. Damals sagte er, dass er die Splitterbombe so konzipiert habe, dass keine Personenschäden zu erwarten waren.

Attentäter wollte durch die Bombe Gewinn machen

Sergej W. wurde wegen 28-fachen versuchten Mordes angeklagt. Laut der Anklage wettete der Deutsche mit russischen Wurzeln auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie. Am 11. April zündete er deshalb drei Bomben, als das Team von Borussia Dortmund im Mannschaftsbus Richtung Signal Iduna Park fahren wollte.

Weitere News bei Dortmund24:

Durch eine fallende BVB-Aktie hätte Sergej W. durch die Optionsscheine mehr als eine halbe Million Euro Gewinn gemacht.