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Die Fanabteilung des BVB setzt ein Zeichen für den Volkssport und schickt erneut keine Busse mit BVB-Fans zum kommenden Auswärtsspiel nach Leipzig. Bereits in den vergangenen Jahren verzichtete die Fanabteilung darauf, Busse zu organisieren.

Es ist eigentlich das Topspiel des Wochenendes. Erster gegen Vierter. Dortmund gegen Leipzig. Fußballerisch für viele ein Leckerbissen und trotzdem wird der Fanblock des BVB mit Anpfiff um 18.30 Uhr ungewohnt leer und still bleiben.

Dortmund protestiert gegen das „Modell RB“

Der Grund liegt eigentlich auf der Hand. „Rasenballsport Leipzig“, wie es offiziell heißt, wurde im Jahr 2009 auf Initiative der Red Bull GmbH gegründet und startete direkt in der Oberliga (5.Liga).

Dem Klub gelang mit Hilfe des finanzstarken Sponsors, der hohe Gehälter zahlte, das Stadion, die Infrastruktur und vieles mehr aus dem Boden stampfte, innerhalb von sieben Jahren der Durchmarsch in die Bundesliga. Einige sehen den Verein RB Leipzig als reines Marketinginstrument. In der Mitteilung der Fanabteilung heißt es außerdem:

Der gemeinsame Mutterkonzern von RB Leipzig und dem österreichischen Ableger in Salzburg schafft national und international einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber allen anderen Vereinen. Hier werden Transfergeschäfte nicht im normalen Wettbewerb zweier Vereine, sondern in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit zum Erreichen eines Ziels abgewickelt.“

Tradition vs. Kommerz

Die Kommerzialisierung im Profifußball nimmt überall zu, auch bei Traditionsvereinen, wie dem BVB. Jedoch steht die durchaus professionelle Arbeit des Vereins RB Leipzig völlig im Widerspruch zu den Werten, die Borussia Dortmund verkörpert.

Aktuelle Top-Themen:

Viele Fanklubs werden dem Spiel fernbleiben, um ein Zeichen für den Volkssport zu setzten und gegen den unfairen Wettbewerbsvorteil der Leipziger zu protestieren: „Wir wollen den Fußball als Volksport erhalten!“, kommentiert die Fanabteilung.

Rudelgucken im Westfalenstadion

Das Bündnis Südtribüne Dortmund hat sich für den Samstag (19. Januar) stattdessen etwas anders einfallen lassen. Sie laden alle Fans zum Rudelgucken im Westfalenstadion ein. Bei Bratwurst und Bier kann das Spiel dann gemeinsam unter BVB-Fans geschaut werden. Nähere Informationen dazu findet ihr hier!