Bild: Roland Weihrauch dpa/lnw

Das Bundesliga-Spiel BVB gegen den FC Bayern München elektrisiert die Fans. Nicht nur in Dortmund und München. Sondern in ganz Deutschland und in vielen Ländern der Welt. Im Jahr 2012 kam es aus Dortmunder Sicht zu einem ganz besonderen Treffen im Westfalenstadion.

Das Spiel am 30. Spieltag der Saison 2011/12 in der Bundesliga ging mit Robert Lewandowski, Roman Weidenfeller, Neven Subotic und Arjen Robben in die Geschichte ein. Dabei waren die Chancen auf ein berauschendes Fußballfest eigentlich eher klein. Das Spiel BVB gegen FC Bayern München fand in einer eher ungeliebten englischen Woche an einem Mittwoch (11. April 2012) statt. Für den Rausch sorgte nicht das Bier, sondern die Ereignisse auf dem Rasen.

BVB gegen FC Bayern als Spitzenspiel

Der BVB hatte 63 Punkte. Der FC Bayern reiste mit 63 Zählern in Richtung Westfalenstadion. Die Dortmunder waren im ersten Durchgang klar die bessere Mannschaft. Tief in Erinnerung geblieben sind aber die Spielszenen ab der 77. Spielminute. In der zweiten Hälfte gewannen die Münchener mehr und mehr an Ballbesitz und Übermacht. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite.

Der eingewechselte Ivan Perisic kam über links und holte eine Ecke heraus. Der ebenfalls eingewechselte Moritz Leitner führte aus, die Bayern wehrten ab. Am Sechzehnmeterraum kam Kevin Großkreutz zum Schuss, den Lewandowski gewollt abfälschte. 1:0 für den BVB. Das Stadion explodierte zum ersten Mal.

BVB-Keeper Weidenfeller hält den Elfer gegen Robben im Jahr 2012. Foto: Federico Gambarini dpa/lnw
Der Moment, in dem das Westfalenstadion explodierte und nicht mehr aufhörte zu feiern. Foto: Federico Gambarini dpa/lnw

BVB-Fans halten den Atem an und rasten dann völlig aus

Die Bayern warfen in den darauffolgenden Minuten alles nach vorne und kamen auch noch mal gefährlich auf das Tor. Roman Weidenfeller holte den heranstürmenden Arjen Robben von den Beinen. Schiedsrichter Knut Kirchner gab Elfmeter. Berechtigt? Unberechtigt? Robben hatte sich mit seinen Flugversuchen durchaus einen Namen gemacht. Auch dieser Elfmeter war zumindest fragwürdig. Für eine Sekunde herrschte Stille im Stadion, auf die zunächst ein Pfeifkonzert folgte.

Im Nachhinein sagte Kevin Großkreutz über diesen Moment gegenüber der Redaktion von BVB-Total: „Das Pfeifkonzert hat man bis Gelsenkirchen gehört.“ Die Ausgangssituation war eindeutig. Mit einem Tor wäre Bayern München nicht nur wieder im Spiel, sondern auch wieder im Titelrennen. Doch Arjen Robben schoss schwach. Weidenfeller wurde zum Helden. Neven Subotic brüllte dem Niederländer seine Meinung über seine „Schwalbe“ entgegen. Und das Westfalenstadion betrank sich an fast unvergleichlichen Emotionen. Auch die neutralen Fans sahen ein richtig gutes Bundesliga-Spiel.

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Der BVB gewann das Spiel mit 1:0 und holte ein paar Wochen später die zweite Meisterschaft in Folge. Jürgen Klopp sagte im Nachhinein: „Das war wohl die Schlüsselszene der Saison.“