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Ob er sich das so gedacht hatte? Eher nicht. Am Mittwochabend (12. Dezember) fuhr sich ein Autodieb in einem Feld fest. Herausziehen musste ihn wer? Genau – die Polizei.

Gegen 14.30 Uhr am Mittwoch alarmierte eine Frau die Polizei. Ihr Kleintransporter sei gestohlen worden. Während sie den Transporter entladen hatte, bemerkten Zeugen, dass sich eine fremde Person hinter das Steuer setzte. Weil die Frau den Schlüssel im Zündschloss gelassen hatte, eilte sie zu ihrem Fahrzeug, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Unbekannte mit ihrem Auto davonfuhr.

Weit kam der Mann jedoch nicht. Kurze Zeit später kollidierte er beim Linksabbiegen an der Kreuzung Dortmunder Straße/Hönninghauser Straße mit dem Auto eines 36-Jährigen aus Lünen. Statt sich mit dem Lünener zu verständigen und die Personalien auszutauschen, setzte der Autodieb aber zurück und versuchte vom Unfallort zu fliehen.

Flucht endet in Böschung

Als Fluchtweg wählte der dreiste Dieb ein Feld, welches sich jedoch nicht als besonders gut befahrbar herausstellte. In einer Böschung endete jedenfalls seine Unfallflucht. Der Wagen blieb stehen, die Polizei eilte herbei und der Autodieb ließ sich widerstandslos festnehmen.

Doch damit nicht genug. Nach dem Autoklau und der versuchten Unfallflucht, stellten die Beamten fest, dass der Dieb nicht nur unter Drogen stand, es handelte sich außerdem um einen alten Bekannten. Erst am Morgen hatte der 22-Jährige das Polizegewahrsam verlassen. Dort hatte er wegen wiederholtem Hausfriedensbruch in einer Gastronomie gesessen.

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Was noch auf sein Konto geht? Der junge Mann war ohne gültigen Fahrschein mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Auch das bescherte ihm einen Besuch auf der Polizeiwache zur Identitätsfeststellung. Zusätzlich steht der Mann im Verdacht, am Mittag an der Waltroper Straße in Lünen einen Jungen aggressiv angebettelt zu haben.

Jetzt wird er einem Haftrichter vorgeführt.