Samstag, 21. Oktober 2017

Düsseldorf (dpa/lnw) – NRW bleibt nach Einschätzung des Sicherheitsexperten Peter Neumann anhaltend von islamistischem Terror bedroht. Das Land müsse sich dagegen «langfristig, systematisch und strategisch» aufstellen, sagte Neumann, der der von CDU-Parteichef und Spitzenkandidat Armin Laschet für den Fall eines Wahlsiegs Mitte Mai geplanten Regierungskommission angehören soll. Neumann rechnet nicht mit einem Ende der Terrorwelle in Europa in den kommenden Jahren. Außerdem sei Nordrhein-Westfalen mit einer stark gestiegenen Zahl von 2900 Salafisten – 600 von ihnen sind gewaltorientiert – «das am stärksten betroffene Bundesland», warnte der Terror-Experte vom renommierten Londoner King’s College am Freitag in Düsseldorf.

Laschet will NRW-Ministerpräsident werden und nach der Landtagswahl am 14. Mai eine Kommission zur Inneren Sicherheit in der Staatskanzlei einrichten, die CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach leiten soll. Neumann ist für die Themen Terrorismusbekämpfung und Salafismus-Prävention vorgesehen. Auf die Frage, wie er das mit seiner Arbeit als auch mediengefragter Wissenschaftler und OSZE-Sondergesandter vereinbare, sagte der 42-jährige Neumann: «Vielleicht sehen Sie mich dann weniger im Fernsehen und dafür oft bei Herrn Laschet in der Staatskanzlei.»

 

Kommentare

Anzeige