Donnerstag, 14. Dezember 2017

Die Polizei Hessen hat bei Buskontrollen 90 Mitglieder aus zwei Dortmunder Ultra-Gruppen gestoppt, noch bevor sie Darmstadt überhaupt erreicht haben. Sie hatten Drogen, Schmerzmittel, Pyrotechnik und Kampfsport-Handschuhe dabei. 

Darmstadt / Dortmund – Vor dem Auswärtsspiel am Samstag (11. Februar) von Borussia Dortmund gegen Darmstadt hat die hessische Polizei Reisebusse mit Dortmunder Ultras auf der Autobahn aus dem Verkehr gezogen.

Die Polizei hatte frühzeitig Hinweise erlangt, dass die Fans in den beiden Bussen Pyrotechnik mitführen sollen. Nachdem die Busse noch am Vormittag in der Nähe von Gießen lokalisiert werden konnten, erfolgte umgehend eine Kontrolle. Hierbei wurde schnell deutlich, dass die Insassen wegen eines anderen Vorhabens nach Darmstadt wollten, als das Fußballspiel friedlich im Stadion zu verfolgen.

Haben die denn gar nichts gelernt?

In einem Bericht der Polizei Südhessen heißt es: “Im Rahmen der Kontrolle konnten zahlreiche Pyrotechnik, Kampfsporthandschuhe, Sturmhauben, Schmerzmittel, Wechselkleidung, Drogen und auch Darmstadt-Banner aufgefunden und sichergestellt werden, nahezu allesamt Gegenstände, die für Ausschreitungen und Randale genutzt werden.”

Und weiter: “Einige der Insassen waren bereits wegen Ausschreitungen in Zusammenhang mit Fußballspielen aufgefallen.” Aufgrund des Kontrollergebnisses konnten die rund 90 Problem-Fans aus Dortmund ihre Fahrt nach Darmstadt nicht fortsetzen. Die BVB-Anhänger seien “zur Verhinderung weiterer Straftaten direkt zurück zur Landesgrenze begleitet” worden.

Erst vor einer Woche hatten BVB-Randalierer Fans von RB Leipzig (darunter Frauen und Kinder) in Dortmund unter anderem mit Flaschen und Steinen beworfen.

Dortmund hatte seine Anhänger daraufhin zur Vernunft aufgerufen. Das scheint den 90 Hooligans ziemlich egal gewesen zu sein…

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