Sonntag, 20. August 2017

Mit dem Einzug in den DFB-Pokal ist nun auch der 1. FC Rielasingen-Arlen auf der Fußball-Landkarte angekommen. Der Sechstligist hat in der ersten Runde mit Borussia Dortmund das große Los gezogen. Wir stellen den Ort vor.

Das Vereinsheim des 1. FC Rielasingen-Arlen glich während der Pokalauslosung einem Tollhaus, als dem Verbandsligisten von Losfee Sebastian Kehl die Schwarz-Gelben zugelost wurden. „Besser hätten wir es gar nicht treffen können. Das war einer der absoluten Traumvereine, die in der Verlosung waren“, sagte Bürgermeister Ralf Baumert stellvertretend für einen ganzen Kreis.

Der Sechstligist, der in Rielasingen-Worblingen beheimatet ist, nimmt zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte am DFB-Pokal teil. Kein Wunder also, dass selbst Fußballfachmänner den Ort und Verein erstmal googlen müssen. Wer keine Lust auf googlen hat: Wir stellen den Ort Rielasingen-Worblingen vor.

Wo liegt Rielasingen-Worblingen überhaupt?

Rielasingen-Worblingen ist eine Gemeinde im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg südlich von Singen (Hohentwiel), unmittelbar an der Schweizer Grenze. Die Gemeinde besteht aus den drei ehemals selbstständigen Gemeinden Rielasingen, Arlen und Worblingen. Die Gemeinde drückt es etwas anders aus: „In Blickrichtung Norden liegen die Hegau-Vulkane – der Hohentwiel an vorderster Stelle. Nach Süden sind die Alpen bei guter Fernsicht zum Greifen nah. Hier in einem sanft geschwungenen Landschaftsbett mit warmen Südhängen, durchflossen von der Radolfzeller Aach, liegt die Gemeinde Rielasingen-Worblingen.“

Ortsteil Arlen

Arlen ist ein Ortsteil der Gemeinde Rielasingen-Worblingen. Die Gemeinde Arlen war viele Jahrzehnte eine politisch selbstständige Gemeinde. Erst 1936 endete die politische Selbständigkeit Arlens mit dessen Zwangseingemeindung nach Rielasingen. Mit der Gemeindereform 1975 wurde Arlen dann ein Ortsteil der Doppelgemeinde Rielasingen-Worblingen.

Freizeit, Schulen und Bildung

„Nicht umsonst wird Rielasingen-Worblingen von Familien mit Kindern als Wohn- und Lebensort sehr geschätzt“, heißt es auf der Internetseite der Gemeinde. Der Grund: Allein fünf Kindergärten, drei Grundschulen sowie eine Haupt-, Werkreal- und Realschule als Ganztagsschule gehören zur Gemeinde. Hinzu kommen 16 Spielplätze. Darüber hinaus machen zahlreiche Sportstätten, eines der größten Naturbäder Südbadens (Naturbad Aachtal) sowie die gute Nahversorgung Rielasingen-Worblingen zu einem attraktiven Standort. Vor allem Radfahrer, Mountainbiker, Inline-Skater und Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten. 

Historisches Dorfgeschehen

Ja, auch die Gemeinde mit rund 12.000 Einwohnern hat ein eigenes Museum. Im September 2003 wurde das Dorfmuseum im „Alten Rathaus“ eröffnet. Den Besucher erwarten vielfältige Eindrücke aus dem historischen Dorfgeschehen. Da die meisten Einwohner die Geschichte aber vermutlich schon auswendig kennen, sind die Öffnungszeiten sehr beschränkt. Jeden letzten (!) Sonntag im Monat hat das Museum von 14 – 17 Uhr geöffnet – oder auf Anfrage. Schließlich soll ja niemand umsonst nach Rielasingen-Worblingen gekommen sein.

Skulpturenweg

Ein weiteres Highlight ist der Skulpturenweg der von Rielasingen aus entlang der Aach in Richtung Singen führt. Zur Feier der 25-jährigen Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Nogent-sur-Seine im Jahr 1998 haben zehn Bildhauer zum Thema ‚Grenzen und Verbindungen‘ ihr Können unter Beweis gestellt. Zunächst sollte der Weg nur für ein Jahr Bestand haben. Doch mittlerweile ist der kulturelle Rundweg zu einem festen Bestandteil der Gemeinde geworden. Insgesamt 15 Kunstwerke gibt es auf dem Weg zu bestaunen. „Unsere naturgeprägte Gemeinde gilt als Geheimtipp für touristische und kulturelle Attraktionen“, sagt Jessica Trombette, zuständig für Kultur, Sport und Tourismus.

Anfahrt

Die Gemeinde ist verkehrsgünstig über die Autobahn Stuttgart-Bodensee (A 81/Abfahrt Hilzingen) zu erreichen. Vor Ort bringt die Regionalbahn „Seehas“ im 1/2 Stunden-Takt die Touristen und Anwohner in die nähere Umgebung.

 

So feierte der 1. FC Rielasingen-Arlen das Traumlos im DFB-Pokal:

Anzeige