Mittwoch, 25. April 2018

Die Fußballweltmeisterschaft startet zwar erst am 14. Juni. Doch jetzt gibt es schon die ersten Verlierer. Das sind die Fans aus Dortmund, die die Nationalmannschaft während der WM auf dem Friedensplatz unterstützen wollten. Das traditionelle Public Viewing fällt nämlich aus.

Vor ein paar Wochen hatte es sich bereits angedeutet. Nun ist es traurige Gewissheit. Das traditionelle Rudelgucken am Friedensplatz fällt aus. Die Gründe dafür sind vielfältig: „Es ist ein bisschen was von allem“ meint der Vorsitzende des Schaustellervereins Rote Erde Patrick Arens. Das Hauptproblem ist aber ein fehlender Sponsor.

Kein Fernsehen ohne Sponsor


Der Schaustellerverein hat es bis zum Ende versucht. Vergeblich. Kein Sponsor wollte die öffentliche Live-Übertragung der Spiele in der Dortmunder Innenstadt unterstützen. Das liegt womöglich an den hohen Kosten für die Sicherheit. Seit dem Loveparade-Unglück 2010 wurden die Sicherheitsbestimmungen verschärft. Die Schausteller müssen seit jenem Unglück Zäune aufstellen und für ausreichend Sicherheitspersonal Sorge tragen. Die Terroranschläge in Berlin und Nizza führten außerdem dazu, dass noch weitere Absperrungen nötig sind.

Immer weniger Zuschauer auf dem Friedensplatz

Die fehlenden Sponsoren sind allerdings nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen ist es nämlich auch so, dass das Gemeinschaftsangebot immer weniger genutzt wird. Viele Fans aus Dortmund gucken die Nationalmannschaft entspannt auf der Couch oder lassen den Fernseher gleich ganz aus. Denn aus sportlicher Sicht kann man ebenfalls von einer Enttäuschung für Dortmund ausgehen. Der einzige Spieler, der sich wohl Hoffnung auf die Weltmeisterschaft in Russland machen darf, ist Marco Reus.  Die WM-Helden von 2014 Mario Götze und Andre Schürle haben wohl nur Außenseiterchancen auf eine Nominierung.

Der BVB ist eine Macht

Bei wichtigen Spielen des BVB traten diese Probleme bislang nicht auf. Das Angebot wurde immer gut genutzt. So auch beim siegreichen Pokalfinale 2017: „Borussia Dortmund ist in der Stadt einfach eine Macht. Da kann auch die Nationalelf nicht mit konkurrieren“, so Patrick Arens. Eine Prognose für die EM 2020 wollte er allerdings noch nicht abgeben. „Da wird man abwarten müssen.“ Bei einer Umfrage in der Dortmunder Innenstadt waren die Meinungen zum Public Viewing recht unterschiedlich:

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