Montag, 11. Dezember 2017

Wer in Dortmund Essen gehen möchte, hat eigentlich genug Auswahl. Eigentlich – denn ein bisschen mehr geht immer noch. Ständig entstehen neue Gastronomiekonzepte in der Stadt. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Neuerungen aus der Szene.

Einer der gefragtesten Gastro-Hotspots in Dortmund ist seit einigen Jahren ohne Zweifel die Gegend um den Phoenix See. Hier entstehen nicht nur neue Wohnungen, sondern immer wieder auch neue Gastronomien. Sozusagen in Spuckweite zum See gibt es bald die nächste Neueröffnung. Das “Treppchen 1763” öffnet am kommenden Mittwoch (18. Oktober, 18 Uhr) seine Pforten. “Frische und rustikale Küche” will Betreiber Oliver Schwanke seinen Gästen anbieten, vom Wiener Schnitzel bis zum Tafelspitz.

Aber auch Fisch soll auf der Speisekarte in Hördes ältester Gastronomie stehen. Und was macht Schwanke so sicher, dass das Konzept aufgeht, angesichts der vielen Pächter, die am selben Standort in den letzten Jahren scheiterten? “Wir kennen uns aus mit solchen alten Häusern”, meint Schwanke. Außerdem sei der Phoenix See ein gutes Einzugsgebiet, das Lokal habe zudem ein Alleinstellungsmerkmal, da es keine Kette sei. Und: Betreiber Schwanke ist ein waschechter Hörder. Er kennt also seine Kundschaft.

“Schürmanns” mit neuem Ableger am Phoenix See

Die nächste Neueröffnung am Phoenix See kommt von einem alten Bekannten aus Dortmund: dem Schürmanns. Aktuell hat die Gastronomie einen Standort an der Buschmühle im Westfalenpark, schon am Sonntag (15. Oktober, 13 Uhr) eröffnet ein kleiner Ableger direkt am Phoenix-See-Ufer mit Blick aufs Wasser. Das Lokal heißt – passend zum See – “Schürmanns Hafenkantine”.

Typisches Hafenessen soll es hier allerdings nicht geben. “Es wird vom Stil eher wie im Schürmanns im Park”, kündigt Geschäftsführer Jan Möller an. Heißt: Überwiegend deutsch-westfälische Küche und zu trinken gibt es unter anderem Flensburger oder Dortmunder Bergmannbier. Jede Woche soll es in der “Hafenkantine” eine neue Karte mit fünf bis sechs verschiedenen Gerichten geben. Bestellt wird in der Hafenkantine übrigens – ganz wie im Imbiss – am Tresen. Es ist also Selbstbedienung angesagt. Und Samstag ist das Lokal dicht. Stattdessen wollen die Macher die “Hafenkantine” an diesem Tag für Feiern vermieten.

Die Promenade des Phoenix Sees bekommt mit der “Hafenkantine” ein neues gastronomisches Angebot. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Etwa fünf Kilometer weiter westlich, mitten im Kreuzviertel, erstrahlt seit dem 7. Oktober ein Lokal in neuem Glanz, das vorher 20 Jahre lang als “Esquina Central” bekannt war. Das Lokal hat allerdings den Besitzer gewechselt – und damit auch den Namen. Jetzt heißt die ehemalige Tapasbar “Viertelliebe”. Besitzer Yves Gredecki bietet jetzt statt spanischer Tapas eine “gutbürgerliche, qualitativ hochwertige, internationale Speise- und Getränkeauswahl” an. Doch nicht nur gastronomisch soll etwas passieren an der Kreuzstraße 69. Zukünftig wird ein musikalisches und künstlerisches Kulturprogramm das Konzept vervollständigen und den Gästen immer wieder neue Unterhaltung bieten.

Indische Küche ist in Dortmund nicht ganz so verbreitet, wie die türkische oder die italienische. Mit Dixon’s Kitchen hat in Dortmund Mitte September allerdings ein neuer Inder eröffnet. Und zwar an der Kleinen Beurhausstraße 8 im Klinikviertel. Geboten werden Spezialitäten aus ganz Indien, ganz gleich zu welchem Ernährungsstil.

Kleppingstraße bald mit neuer Gastronomie

Im Zentrum tut sich natürlich auch ständig etwas. Aktuell wird an der Kleppingstaße gebohrt und gehämmert. Dort wo einst das “Las Salinas” und das “Rigoletto” ihren Sitz hatten, sollen demnächst zwei neue Lokale entstehen. Das “Rigoletto” beerbt das “Café Extrablatt”. Laut Dortmunder Volksbank, der das Gebäude gehört, soll Anfang 2018 Eröffnung sein. “Die Sanierung der Immobilie erfolgt vollumfänglich, sowohl der Brandschutz wird auf den aktuellsten Stand gebracht, als auch die Lüftung und die Elektrik”, berichtet Sprecher Carsten Jäger. Auch für das “Las Salinas” gibt es bereits einen Nachfolger – auch aus der Gastronomie. Die Verhandlungen, so Jäger, liefen aber noch, einen Namen wolle die Volksbank also nicht nennen.

Zwei Traditionslokale in der Kleppingstraße schließen
Das “Las Salinas” und das “Rigoletto” in der Kleppingstraße haben Ende April 2017 geschlossen – dafür kommen das “Café Extrablatt” und ein weiterer Gastronom, dessen Name noch nicht bekannt gegeben wird. Foto: Florian Forth/Dortmund24

Zwei neue Namen gibt es auch im Unionviertel, genauer gesagt an der Rheinischen Straße. Wo einst die “Medienagentur Tapir” saß, gibt es seit Mitte September das “Labsal” mit seinen deftigen Gerichten aus der schwäbischen Küche. Und Kaffee und Kuchen gibt es auch immer.

Kaffeespezialist an der Rheinischen Straße

Ganz in der Nähe wartet das “Café Agáta” auch mit Kaffee und Kuchen. Das Lokal kann man guten Gewissens als Kaffeespezialisten bezeichnen, wird hier nur sogenannter “Speciality Coffee” angeboten, also Kaffee mit 100 Prozent Arabica-Bohnen und davon nur die besten 10 Prozent auf dem Markt. Das Café bezieht seine Bohnen zudem von Bauern aus Honduras oder Äthiopien, legt Wert auf den engen Kontakt zu den Lieferanten. “Die persönliche Beziehung zu den Kaffeebauern ist uns wichtig”, erklärt Geschäftsführerin Gianna Guardabasso.

Bereits in den Startlöchern steht die Hamburgerkette “Hans im Glück” direkt am Hansaplatz (neben dem Teppichhändler “Azad”). Bis Ende 2017 wollten die Münchener ursprünglich Burger und Fritten mit Blick auf den Hansaplatz verkaufen. Doch daraus wird offenbar nichts. “Der Eröffnungstermin wird sich etwas verschieben”, kündigt eine Sprecherin an. Plakate am Eingang der künftigen Filiale weisen auf die Neueröffnung Anfang 2018 hin.

In diesem Gebäude am Hansaplatz (Wißstraße 14-18) zieht bald die Burgerkette "Hans im Glück ein". Foto: Daniele Giustolisi
In diesem Gebäude am Hansaplatz (Wißstraße 14-18) zieht wohl noch Ende des Jahres die Burgerkette “Hans im Glück ein”. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

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