Sonntag, 25. Februar 2018

Hombruch soll schöner werden. Dafür setzt sich Bezirksbürgermeister Hans Semmler ein. Am Donnerstag gab er bei einer Bürgerversammlung in der Sozialstation der AWO in Hombruch die Pläne bekannt. Der Umbau soll rund eine Million Euro kosten.

Die Umbauarbeiten starten am 26. Februar. Im ersten Schritt sind Kanalbauarbeiten geplant. Denn das Kanalnetz stammt aus dem Jahr 1936 und muss erneuert werden. “Die Erneuerung ist dringend notwendig. Wir versuchen die Behinderungen für die Menschen so gering wie möglich zu halten”, sagt Semmler.

Umbau in der Harkortstraße: Die Straße wird Stück für Stück aufgerissen. Foto: Kevin Mattes/Dortmund24

Die Straße wird allerdings nicht sofort komplett aufgerissen, sondern Stück für Stück. Wenn die Kanalbauarbeiten in den ersten Abschnitten erfolgreich beendet sind, starten die Arbeiten an Bürgersteig und Straße. Die Bürgersteige werden mit beigefarbenen Pflastersteinen verschönert. Eine neue Beleuchtung soll her, Bäume sollen gepflanzt werden: “Wir wollen den Charakter einer Fußgängerzone simulieren”, sagt Semmler.

Bis zum 31. August 2018 sollen der Umbau abgeschlossen sein. Zuständig ist die Baufirma Krutmann. Mit der Firma habe man gute Erfahrungen gemacht. Im Optimalfall könnte sich der Umbau auch um ein paar Tage verkürzen, heißt es vom Tiefbauamt.

Verkehrsprobleme stehen bevor

Während der Umbauarbeiten wird es phasenweise zu Sperrungen und Teilsperrungen der Harkortstraße und der anliegenden Karlsbader Straße kommen. Der Verkehr wird mit einer Zwei-Phasen-Ampel an der Kreuzung Harkortstraße/Gablonzstraße geregelt. Dabei wird eine Fahrbahn komplett gesperrt werden.

Als besonders kritisch empfinden die Bürger die mögliche Stausituation. Wer in Zukunft durch die große Kreuzung (Hakortstraße/Gablonzstraße) fahren will, sollte etwas mehr Zeit einplanen als bisher. Ebenfalls kritisch könnte die Parkplatzsuche werden, die den Anwohnern schon vor der Umbau Kopfschmerzen bereitet. Die Bushaltestelle Gablonzstraße kann in der Zeit, in der auf der Kreuzung gebaut wird, nicht angefahren werden. Die Geschäfte sollen aber alle Fußläufig erreichbar bleiben.

Angespannte Verkehrslage. Hier seht ihr die Baustelle und wie ihr sie am besten umfahrt. Foto: Kevin Mattes/Dortmund24

Ladenbesitzer und Anwohner im Zwiespalt

Die Bürger, die unmittelbar von der Großbaustelle betroffen sein werden, sehen die Umbaumaßnahmen mit gemischten Gefühlen: “Ich sehe das Projekt mit einem lachenden und einem weinenden Auge”, sagt Dirk Wölpert, Geschäftsführer von Optik Steins. Sein Geschäft liegt im Zentrum der Harkortstraße: “Wir Geschäftsleute stehen in den kommenden Monaten vor einer schwierigen Situation. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass die neue Harkortstraße eine Chance für Hombruch sein kann.”

Attraktive Einkaufsstraße soll entstehen

Die Harkortstraße soll zu einem verkehrsberuhigten und fußgängerfreundlichen Geschäftsbereich werden. Dafür wird die Fahrbahn von sieben auf sechs Meter Breite verkleinert und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 Stundenkilometer reduziert. Ziel des Ganzen ist es, Hombruch attraktiver zu machen und neue Verkaufsläden in den Stadtteil zu holen.

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