Sonntag, 24. Juni 2018

Drei Tage nach dem Tod einer 15-Jährigen in einem Parkhaus in Hörde gibt es weitere Infos von der Staatsanwaltschaft. Zeugen belasten jetzt ein 16-jähriges Mädchen.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen auf einem Parkdeck am Bahnhof in Hörde schweigt die 16 Jahre alte Verdächtige auf Anraten ihrer Pflichtverteidigerin weiterhin zu dem Tatvorwurf. Zeugen würden das Mädchen aber inzwischen belasten, sagte Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel am Montag auf Anfrage der Deutschen Presseagentur.


Nach dem Tod einer 15-Jährigen liegen Kerzen und Blumen dem Parkdeck am Bahnhof in Hörde. Foto: dpa

Es gebe zudem Hinweise auf den Verbleib der Tatwaffe, vermutlich ein Messer. Ursprünglich herrschte Unklarheit darüber, ob es sich bei der Tatwaffe um eine Bierflasche oder ein Messer gehandelt haben könnte.Das Amtsgericht hatte am Samstag Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Die 16-Jährige sitzt seither in Untersuchungshaft.

Streit zwischen zwei Mädchen eskalierte

Am Freitagabend zwischen 22.30 Uhr und 23 Uhr war es zwischen den beiden Mädchen, die zu einer 15-köpfigen Jugendgruppe gehörten, an dem Treffpunkt nahe des Bahnhofs Hörde zum Streit gekommen. In dessen Verlauf soll die 16-Jährige der anderen eine schwere Stichverletzung in der Brust zugefügt haben. Das 15 Jahre alte Opfer starb daran später im Krankenhaus.

Auf diesem Parkdeck geschah die Tat. Foto: dpa

Die Ursache für die Auseinandersetzung sei wahrscheinlich eine Banalität, hatten die Behörden mitgeteilt. Die Mädchen hätten sich gekannt, hieß es. Aufschluss über das Tatmotiv sollen weitere Zeugenaussagen sowie die Auswertung von Videoaufzeichnungen am Tatort geben. (mit dpa-Material)

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