Samstag, 23. September 2017

Sturmböen, umgestürzte Bäume und herabfallende Äste: Tief “Sebastian” ist über Deutschland gezogen und hat besonders im Norden und Süden für Schäden gesorgt, drei Menschen starben. In Dortmund stürzte am Mittwochmittag ein Baum auf eine Lagerhalle. Ernsthaft verletzt wurde hier aber offenbar niemand.

Update, 14. September, 9.50 Uhr: Alles halb so wild, könnte man sagen: Das Sturmtief Sebastian hat in Dortmund zwar Schäden angerichtet – wie an der Lagerhalle am Hafen. Menschen wurden hier nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr aber nicht verletzt. In Hamburg sind hingegen zwei Menschen bei dem Sturm ums Leben gekommen. Im nordrhein-westfälischen Brilon wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte in Dortmund 34 Mal aus. Auch am Donnerstagmorgen (14. September) sicherten sie noch einen Ast, der herunterzufallen drohte, sagte uns eine Sprecherin.

Pappel stürzt am Hafen auf Lagerhalle

Urspungsmeldung, 13. September: Stürmische Windböen bis 65 Stundenkilometer hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits am Mittag in der Region um Dortmund gemessen. Im Laufe des Tages können auch Sturmböen bis 85 Stundenkilometer erreicht werden – das ist Windstärke 9. “Dann kann es auch passieren, dass Äste herunterfallen und vereinzelt Bäume umfallen”, sagt Martin Schöneweck, Meteorologe beim DWD. Grund dafür sei das Laub an den Bäumen in Verbindung mit dem noch feuchten Boden.

Sturm Dortmund
Da wehen die Haare: Für Dortmund wird Sturm angesagt. Foto: Florian Forth/Dortmund24

Deshalb sei auch dort erhöhte Aufmerksamkeit nötig, wo nicht explizit vor Sturmböen gewarnt werde, teilt der DWD mit.

Bereits am Mittwochmittag ist es in Dortmund zu einem ersten größeren Zwischenfall gekommen. Gegen 13.30 Uhr stürzte eine Pappel in der Speicherstraße auf eine Lagerhalle, wie die Feuerwehr berichtet. Verletzt wurde aber zum Glück wohl niemand.

Sturm behindert die Arbeiten

Die Feuerwehr ist mit einem Löschzug sowie einem Spezialfahrzeug der Technischen Rettung vor Ort. Aktuell wird das weitere Vorgehen analysiert, so ein Sprecher der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte vor Ort können die Pappel derzeit nämlich noch nicht zerkleinern. Grund dafür ist zum einen der Sturm, zum anderen die Größe und schwere des Baums.

Die Feuerwehr Dortmund zählte bislang rund 15 Einsätze wegen des Sturms. Die Gründe dafür seien meist Äste, die auf der Fahrbahn oder dem Gehweg lagen, gewesen.

Keine starken Niederschläge befürchtet

Das Tief “Sebastian” hat sich laut DWD vom Ostatlantik über Irland und Großbritannien zur Nordsee verlagert. Dort wurden Unwetterwarnungen herausgegeben. Regenschauer soll es im Laufe des Tages zwar auch in Dortmund geben, Starkregen sagt der DWD aber nicht voraus. Die Front habe das Ruhrgebiet bereits überquert, der Wind wird am Mittag aber am stärksten sein. Bis zur Nacht soll die Windstärke dann auf Stufe 7 sinken.

Erst Ende Juli ist bei einem starken Unwetter in Dortmund eine Frau ums Leben gekommen.

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