Mittwoch, 24. Januar 2018

BVB-Profi Raphael Guerreiro muss nicht seinen Führerschein abgeben. Die Staatsanwaltschaft am Dortmunder Landgericht hat nach einer Fahrerflucht des Portugiesen ihre Berufung gegen die 90.000-Euro-Strafe des Amtsgericht zurückgenommen.

Update, Montag, 15. Januar 2017: In der Strafsache gegen Herrn Raphael Guerreiro hat die Staatsanwaltschaft Dortmund auf Anraten der zuständigen Strafkammer die Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Dortmund zurück genommen. Aus diesem Grund ist das Urteil des Amtsgerichts Dortmund (90.000 Euro Strafe) rechtskräftig.

Ursprungsmeldung:

Statt sich auf die kommenden Bundesligaspiele vorzubereiten, muss sich BVB-Profi Raphael Guerreiro weiterhin vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft am Landgericht Dortmund hat Berufung gegen das Urteil des Amtsgericht eingelegt. Guerreiro muss am 17. Januar also wieder vor Gericht erscheinen. Gegenstand der Verhandlung ist eine Fahrerflucht des 24-Jährigen.

Raphael Guerreiro muss sich erneut vor Gericht verantworten. Foto: dpa

Das Amtsgericht hatte den Portugiesen im August 2017 nach einer Unfallflucht am 21. November 2016 zu einer Geldstrafe von von 30 Tagessätzen à 3000 Euro verurteilt. In einem Bewährungsbeschluss gab das Amtsgericht dem Fußballer auf, die insgesamt 90.000 Euro an unterschiedliche karitative Einrichtungen zu zahlen. Außerdem wurde eine Bewährungszeit von zwei Jahren festgelegt.

Fahrverbot für Guerreiro

Das reicht der Staatsanwaltschaft offenbar nicht. “Vor dem Landgericht muss jetzt geklärt werden, ob Herr Guerreiro auch mit einem Fahrverbot belangt wird”, sagte der Sprecher des Dortmunder Landgerichts, Thomas Jungkamp am Dienstag. Ein Fahrverbot sei in solchen Fällen nicht zwangsläufig zu verhängen. Das 90.000-Euro-Urteil ist mit der Berufung des Landgerichts vorerst nicht mehr gültig.

Guerreiro hatte am 21. November 2016 in Dortmund einen Verkehrsunfall verursacht und war danach einfach weitergefahren. Etwa drei Stunden nach dem Unfall begab er sich dann zu einer Polizeiwache und meldete sich als Unfallbeteiligter. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von 1170 Euro.

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