Sonntag, 25. Februar 2018

Befristete Arbeitsverträge sind so verbreitet wie unbeliebt. Auch die Dortmunder Schulsozialarbeiter müssen sich schon seit Jahren mit befristeten Verträgen herumschlagen. Schon seit 2011 geht das so. Bezahlt werden die Sozialarbeiter nämlich aus Bundesmitteln, die immer nur für eine bestimmte Zeit bewilligt werden. Zumindest bis zum Ende des Schuljahres 2020/21 soll es nun weitergehen.

Das hat der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund beschlossen. Die Bundesregierung habe den Kommunen für die Jahre 2022 bis 2023 jährlich rund 400 Millionen Euro für zusätzliche Sozialarbeiter zur Verfügung gestellt – im Rahmen des “Bildungs- und Teilhabepakates”. Dortmund habe aus diesen Mitteln jeweils etwa fünf Millionen Euro erhalten. 81 soziale Fachkräfte seien von diesem Geld befristet bei der Stadt und bei freien Trägern angestellt worden, teilte die Stadt Dortmund mit.

Die Verträge der Schulsozialarbeiter wurden immer wieder verlängert – nie jedoch unbefristet. Zuletzt gab es eine Verlängerung bis zum 31. Juli 2018.

Schon wieder nur befristet

Wie die Stadt mitteilt, sollen die Schulsozialarbeiter auch danach nicht arbeitslos werden. Durch das im vergangenen Jahr von der neuen Landesregierung in Aussicht gestellte Förderprogramm für “Bildungs- und Teilhabeberater”, sei eine Verlängerung der Arbeitsverträge möglich – jedoch schon wieder nur befristet. Eigentlich bis zum Ende des Jahres 2020. Da das Schuljahr jedoch erst am 31. Juli 2021 ende, schlägt der Verwaltungsvorstand vor, die Sozialarbeiter auch bis zu diesem Zeitpunkt weiter anzustellen. Dabei erwartet die Stadt, “dass das Land NRW seiner Finanzierungsverpflichtung für diese Daueraufgabe am 1. Januar 2021 weiter nachkommen und die Finanzierung entfristen wird.”

Schulsozialarbeit unerlässlich

Die Schulsozialarbeit sei unerlässlich, wird Oberbürgermeister Ullrich Sierau in der Mitteilung der Stadt zitiert. “Daher”, so Sierau, “muss die Frage nach einer unbefristeten Finanzierung nun endgültig und abschließend durch das Land NRW oder den Bund geklärt werden.”

Kommentare

Anzeige