Sonntag, 19. November 2017

Sie soll eine der größten Ausstellungen werden, die die Stadt Dortmund je ausgetragen hat: Die Pink-Floyd-Ausstellung “Their Mortal Remains”. In 2018 kommt sie nach Dortmund, allerdings später als erwartet – was aber gar nicht so schlecht ist.

Rund 300 Millionen Tonträger haben sie verkauft, gehören schon längst zu den legendären Bands im Musikhimmel. Kein Wunder also, dass es über die Rocker von Pink Floyd eine eigene Ausstellung geben muss. In London hat sie Anfang dieses Jahres mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher angelockt. Im Herbst 2018 kommt sie nach Dortmund in den U-Turm.

Die Musiker und Gründungsmitglieder der Gruppe Pink Floyd, Nick Mason (Schlagzeug, l) und Roger Waters (Sänger, Bassist, Komponist und Texter). Foto: dpa

Ohne das Zutun des neuen Chefs des Dortmunds U, Edwin Jacobs, wäre die Ausstellung aber wohl nicht nach Dortmund gekommen. “Herr Jacobs ist da schon ordentlich vernetzt”, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau über den Niederländer, der seit Anfang 2017 die Geschicke des U-Turms leitet.

Ausstellung kostet 5 Millionen Euro

Für die Ausstellung nimmt die Stadt einiges an Geld in die Hand. Etwa fünf Millionen Euro, sagt Stadtkämmerer Jörg Stüdemann, koste die Ausstellung. Eine Million Euro davon kämen aus der Stadtkasse. Am Ende erwartet die Stadt mindestens 150.000 Besucher. So soll der Großteil der Ausgaben wieder ausgeglichen werden. Zumal das Publikum nicht nur aus Dortmund und Umgebung kommen wird, sondern aus ganz Deutschland und den Benelux-Ländern – so zumindest die Hoffnung. Denn: Dortmund ist die einzige Stadt in diesen Ländern, in der die Pink-Floyd-Ausstellung gezeigt wird.

Die Pink-Floyd-Aussellung kommt zwar in den U-Turm, aber an anderen Orten in der Stadt gibt es passend dazu auch Rahmenprogramm. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Dortmund liegt als Station im deutschsprachigen Raum nahe: 1980/81 hatte Pink Floyd auf seiner legendären “The-Wall”-Tour in nur vier Städten weltweit gastiert – neben Los Angeles, New York und London auch in Dortmund.

Zu sehen gibt es in der Ausstellung eine audiovisuelle Reise durch die Welt von Pink Floyd – von den Anfängen in den 60er Jahren bis jetzt. 350 Objekte zeigt die Ausstellung, darunter Musikinstrumente, Nachbauten von Sets, die auf den Albumcovers zu sehen waren, oder handgeschriebene Songtexte. In der Ausstellung haben Besucher außerdem die Gelegenheit, noch nie gesehene Pink-Floyd-Konzertaufnahmen zu sehen und eine Laserlichtshow zu erleben.

Ausstellung kommt später als erwartet

Bis es aber so weit ist, müssen sich Besucher noch etwas gedulden. Denn die Ausstellung kommt durch eine Verzögerung bei dem vorherigen Termin in Rom erst im Herbst 2018 nach Dortmund, statt im Sommer. Was wiederum die Stadt freut. So nämlich bestehe laut Stadtkämmerer Jörg Stüdemann nicht die Gefahr, dass die Ausstellung mit der Fußball-WM in Russland kollidiere. “Und der Herbst ist sowieso die Ausstellungsjahreszeit Nummer 1.”

Info: Der Rat der Stadt Dortmund muss im Dezember dem Vorhaben der Stadtverwaltung zustimmen. Erst dann ist die Pink-Floyd-Ausstellung fix. Von September bis Februar – plus Option auf eine vierwöchige Verlängerung – wird sie dann in Dortmund zu sehen sein. Neben der Ausstellung im U-Turm gibt es auch passendes Rahmenprogramm in anderen Einrichtungen der Stadt – etwa im Konzerthaus, im Deutschen Fußballmuseum, beim Dortmund-Tourismus und im Jazzclub domicil.

Kommentare

Anzeige