Samstag, 21. Oktober 2017

In Dortmund ist das Durchschnittseinkommen in den letzten Jahren weniger gestiegen als im NRW-Landesvergleich. Laut einer aktuellen Studie des Landesamts für Information und Technik verdienen die Dortmunder knapp 32.000 Euro pro Jahr.

Etwa 8,4 Millionen einkommenssteuerpflichtige Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen erzielten im Jahr 2013 Gesamteinkünfte in einer Höhe von insgesamt 305 Milliarden Euro. Das sind rund 30 Milliarden Euro weniger als noch 2010. Da verdienten 8,3 Millionen Menschen eine Gesamtsumme von 275,6 Milliarden Euro.

Daraus ergibt sich laut NRW-Statistikamt ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 36.244 Euro (brutto) je Steuerpflichtigen. Das waren 9,2 Prozent mehr als im Jahr 2010.

Dortmund belegt Platz 361 von 396

Im Landesvergleich belegt Dortmund mit einem Durchschnittseinkommen von knapp 32.000 Euro (brutto) einen der hintersten Plätze. Denn bei fast 400 untersuchten Städten landet Dortmund in der Lohn- und Einkommensteuerstatistik von 2013 gerade einmal auf Platz 361. Während das jährliche Durchschnittseinkommen in NRW um knapp zehn Prozent gestiegen ist, kamen die Dortmunder Verdiener damit lediglich auf acht Prozent mehr Einkommen.

Im direkten Vergleich zu anderen Städten im Regierungsbezirk Arnsberg schneidet Dortmund mit seinen Gesamteinkünften von rund 32.000 Euro jedoch gut ab. Nur in Bochum ist das Durchschnittseinkommen höher: mit 32.809 Euro belegt die Stadt Platz 342. Die Städte Hagen (31.134 Euro; Platz 368), Hamm (30.664 Euro; Platz 377) und Herne (29.019 Euro; Platz 393) liegen im Vergleich hinter Dortmund und Bochum.

Bergisch-Gladbach und Düsseldorf sind Top-Verdiener der NRW-Großstädte

Von allen 396 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden verzeichneten Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) mit durchschnittlich 60.275 Euro (Platz 1), Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 52.307 Euro (Platz 2) und Attendorn (Kreis Olpe) mit 50.220 Euro (Platz 2) die höchsten Durchschnittseinkommen. Mit dem höchsten Durchschnittswert aller NRW-Großstädte rangierte Bergisch Gladbach (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 44.573 Euro auf Platz 17. Düsseldorf (44.527 Euro) folgte auf Platz 18.

Aber: Anzahl der Millionäre in NRW und Dortmund ist gestiegen

Neben des schlechten Abschneidens beim Durschnittseinkommen im Landesvergleich, stellte das NRW-Statistikamt im Bereich Einkommensmillionäre aber auch einen Anstieg für Dortmund fest. Laut den Ergebnissen der Studie “Einkommensmillionäre in NRW 2010 und 2013” (Juli 2017) stieg die Anzahl der Einkommensmillionäre in Dortmund innerhalb von zehn Jahren deutlich: während es im Jahr 2004 49 Einkommensmillionäre in Dortmund gab, waren es 2013 bereits 90.

Damit liegt Dortmund absolut im NRW-Trend, denn insgesamt ist die Zahl der in Nordrhein-Westfalen lebenden Einkommensmillionäre von 2010 (3.724) bis 2013 um 14,5 Prozent auf 4.264 gestiegen.

Die verwendeten Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik von 2013 und 2010. Die Veröffentlichung ist erst jetzt möglich, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden frühestens nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Laut NRW-Statistikamt sind die darin veröffentlichen Informationen die aktuellsten, die derzeit verfügbar sind.

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