Sonntag, 19. November 2017

Blitzer sind oft gut versteckt, manchmal sieht man die Polizeiautos aber auch schon von Weitem. Die Polizei Dortmund setzt jetzt auf ein neues Blitzgerät.

“Enforcement Trailer” – so heißt der neue Blitzer der Polizei Dortmund. Mindestens fünf Tage kann das Gerät selbstständig, und ohne Personaleinsatz die Geschwindigkeit kontrollieren. Der Blitzer ist mobil, ähnelt einem Anhänger und kann laut Hersteller über eine Akkuversorgung mindestens fünf Tage ganz ohne Personaleinsatz arbeiten. Denn die Stromversorgung wird von mehreren Akkus sichergestellt.

Wie funktioniert das neue Blitzgerät?

Im Grunde funktioniert der Enforcement Trailer wie ein normaler Blitzer, heißt: Ein Laser misst die Geschwindigkeit der Pkw und Lkw und das gleichzeitig über mehrere Spuren hinweg. Fährt also jemand zu schnell, werden die Kamera und die typische Blitzlampe ausgelöst. Der Unterschied zu anderen Geräten liegt darin, dass das neue Blitzgerät ganz ohne Personal auskommt und das mindestens fünf Tage am Stück. Laut Sprecher des Herstellers kann das Gerät deswegen abgestellt und einfach laufen gelassen werden.

Neuer Blitzer für Dortmund - Enforcement Trailer. Foto: dpa/Julian Stratenschulte
Der neue Blitzer für Dortmund – Enforcement Trailer wird er genannt. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Transportiert wird der moderne Blitzer wie ein Anhänger, er lässt sich absenken, sodass die Räder verdeckt sind. Durch den Einsatz des Geräts können Personalkosten gespart, Unfallzahlen gesenkt werden und das Geld in die Kassen oder Kommunen fließen. Laut Polizei Dortmund geht es aber vor allem darum, die Straßen sicherer zu machen, weil die Geschwindigkeit häufig im Zusammenhang mit Unfällen stünde. Die Beamten könnten sich in der Zeit, in der der neue Blitzer eigenständig Kontrollen durchführt, um andere Dinge kümmern.

Erste Erfahrungen positiv

Bisher wurden laut Landesamt für zentrale und polizeiliche Dienste (LZPD) drei dieser Messgeräte für Nordrhein-Westfalen angeschafft. Sie sind in Köln, Düsseldorf und jetzt auch in Dortmund im Einsatz. LZPD-Sprecher Jan Schabacker: “Wir haben positive Erfahrungen gemacht und werden prüfen, ob wir weitere Geräte für den landesweiten Gebrauch anschaffen werden”.

Gegen Vandalismus sei der Enforcement Trailer laut Hersteller durch eine Alarmanlage geschützt und das Gehäuse des Geräts sei schusssicher. Das Blitzgerät soll laut Polizei Dortmund vorerst im Autobahnbereich eingesetzt werden. Laut LZPD können so Messstellen erschlossen werden, die bisher nicht möglich waren, beispielsweise Autobahnen oder Autobahnbaustellen. Zudem sei der Einsatz in der Nacht durch die neuen Blitzer kein Problem mehr. Mit Alarmmelder soll der Enforcement Trailer etwa 120.000 Euro kosten.

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