Sonntag, 19. November 2017

Dortmund kann nicht nur Fußball: Bei den deutschen Hallenmeisterschaften gehen in rund vier Monaten Top-Athleten an den Start. Auch für die Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz ist der Wettbewerb vor der Haustür wichtig. Die TU-Studentin kann dort das Ticket für die Hallen-WM in England lösen.

Bereits im vergangenen Jahr war Dutkiewicz sehr erfolgreich: Die deutsche Meisterin (Halle und draußen) krönte über 100 Meter mit Bronze bei der Weltmeisterschaft in London. “Das war eine Wahnsinnssaison”, sagt die 26-Jährige aus Wattenscheid beim Pressegespräch im Dortmunder Rathaus. Nächstes Ziel: die Europameisterschaft in Berlin im kommenden Jahr.

Die Meisterschaft in Dortmund am 17. und 18. Februar sieht sie als Zwischenstation, dann allerdings über 60 Meter. Es komme auf einen perfekten Start an. “Das ist Nervenkitzel pur”, sagt die Lehramtsstudentin. Damit machen die deutschen Meisterschaften seit 1987 zum achten Mal Halt in Dortmund.

4000 Zuschauer pro Tag erwartet

Und diesen Nervenkitzel sollen auch die Zuschauer hautnah miterleben können. Mit rund 4000 Leichtathletik-Fans rechnen die Veranstalter pro Tag. Mit den zusätzlichen etwa 400 bis 500 Sportlern und Betreuern wird in der Halle ordentlich Trubel herrschen. “Man ist in der Halle sehr nah an den deutschen Topstars”, sagte Marco Buxmann, Leiter Events des Deutschen Leichtathletikverbands. Dafür wurden auch mehr Plätze in der Halle geschaffen als beim letzten Mal. Rund 2000 Karten seien bereits verkauft.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau (von links) freut sich zusammen mit Pamela Dutkiewicz, Peter Westermann und Marco Buxmann auf die deutschen Hallenmeisterschaften im Februar. Foto: Florian Forth/Dortmund24

Auch Peter Westermann vom Fußball- und Leichtathletik-Verband NRW freut sich auf den Wettbewerb in Dortmund: “Wir sind froh, dass wir mit Dortmund einen sportaffinen Partner haben.” Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer in der Halle und hinter den Kulissen ginge bei der Großveranstaltung aber nichts, sagte er.

Leichtathleten bekommen mehr Platz

Für Oberbürgermeister Ullrich Sierau spielt in Dortmund sportlich nicht nur der BVB eine zentrale Rolle: “Wir sind auch eine Leichtathletik-Hochburg”, sagte er über den Wettkampf, bei dem Spitzen- mit Breitensport zusammengeführt werde. Zudem hätten die Pläne, die Körnig-Halle weiterzuentwickeln, in Bund und Land bereits überzeugt. Hier sollen Sportlern zukünftig sechs Laufbahnen zur Verfügung stehen. Ein neues Leichtathletik-Stadion in Dortmund soll außerdem künftig den Nutzungskonflikt im Stadion Rote Erde entschärfen, das direkt neben der Körnig-Halle liegt.

Dutkiewicz kennt die Halle gut

Pamela Dutkiewicz kennt die Wettkampforte und damit auch die Körnig-Halle gut: “Ich habe einen absoluten Bezug zu der Halle, da ich im Winter jeden Samstag dort trainiere.” Jetzt will sie dort auch ihren Titel verteidigen, trainiert dafür neunmal in der Woche. Angst vor ihrer Konkurrentin Cindy Roleder vom SV Halle hat sie dabei nicht, im Gegenteil: “Die schnellen Zeiten entstehen, wenn man gegeneinander läuft”, sagt Dutkiewicz.

Auf der schnellen Bahn in der Körnig-Halle möchte sie außerdem Schwung für Berlin holen. Als Lokalmatadorin geht neben vielen anderen Sportlern auch Gina Lückenkemper (LG Olympia Dortmund) über die 60-Meter-Hürden an den Start.

 

Die Deutschen Hallenmeisterschaften finden am 17. und 18. Februar (Samstag und Sonntag) in der Helmut-Körnig-Halle statt.

Einzeltickets für beide Tage kosten je nach Kategorie zwischen zehn und 25,50 Euro. Eine Dauerkarte für beide Tage kostet zwischen 16 und 45 Euro. Es gibt Ermäßigungen für Behinderte, Familien, Rentner, Studenten und Schüler sowie für Gruppen. Weitere Informationen gibt es hier.

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