Mittwoch, 25. April 2018

Über ein Jahr nach dem sexuellen Übergriff auf eine Neunjährige in Aplerbeck sucht die Polizei immer noch nach dem Täter. Noch immer konnte sie nicht alle Menschen vernehmen, die zum Tatzeitpunkt mit ihrem Handy im Funkzellennetz rund um den Tatort eingeloggt waren. Aus bestimmten Gründen.

Die Tat ereignete sich am 3. November 2016 (einem Donnerstag) im Bereich der Schweizer Allee in Aplerbeck. Dort soll der Mann das neunjährige Mädchen zwischen 13.45 und 14.15 Uhr in einen Feldweg an einer Pferdekoppel gelockt haben. Dort missbrauchte er das Mädchen dann sexuell. Als er Stimmen hörte, ließ er von der Schülerin ab und flüchtete.


Mit diesem Phantombild suchen die Ermittler nach dem Sexualstraftäter von Aplerbeck. Quelle: Polizei Dortmund

Nach der Veröffentlichung eines Phantombilds und Hunderten eingegangenen Hinweisen aus der Bevölkerung schrieb die Polizei all die Menschen an, die sich zum Tatzeitpunkt mit ihrem Handy im Funkzellennetz rund um den Tatort befunden hatten. Im Dezember 2017 waren seitens der Dortmunder Polizei rund 2500 Handynutzer ermittelt und angeschrieben worden. Sie sollten sich per Mail mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Einige Rückmeldungen fehlen der Polizei

Die Rückmeldungen bei der EK Aplerbeck sind laut Polizeiangaben zwar zahlenmäßig erfolgreich, „doch bei einigen Angeschriebenen entstand wohl der Eindruck, dass es sich nicht um ein offizielles Schreiben, sondern um Werbung handeln würde“, wie es in einer Mitteilung der Dortmunder Polizei heißt. Auf das Schreiben der Polizei sei von einigen nur verzögert und verunsichert eine Rückmeldung gekommen. Die Polizei geht daher davon aus, dass die Wichtigkeit des Schreibens nicht allen Adressaten bewusst ist. Jetzt bittet sie explizit noch einmal darum, bei Erhalt dieses Schreibens Kontakt mit der Ermittlungskommission aufzunehmen.

Wie das Schreiben konkret aussieht, wollte die Polizei auf Nachfrage am Donnerstag nicht mitteilen. Zu groß ist die Angst, Trittbrettfahrer könnten die Schreiben kopieren und aus Jux verschicken – so zumindest das Argument aus dem Polizeipräsidium.

In den nächsten Tagen, so eine Sprecherin, würden alle diejenigen Handynutzer noch einmal per Brief kontaktiert, von denen bislang jede Rückmeldung fehle.

Update, Donnerstag, 11. Januar 2018, 16 Uhr: Die Polizei hat inzwischen ein Foto veröffentlicht, auf dem ein Briefumschlag zu sehen ist, wie ihn die Polizei (in ähnlicher Weise) verschicken würde. So sieht er aus:

So sehen Briefe aus, die die Polizei verschickt. Foto: Polizei Dortmund

Aufgrund der Vielzahl von Adressaten und der damit zu erwartenden Rückmeldungen bittet die EK Aplerbeck, von Anrufen abzusehen und lediglich per Mail zu reagieren. Die hierfür notwendige E-Mail-Adresse lautet: EKAplerbeck.dortmund@polizei.nrw.de

Kommentare

ANZEIGE
Querschenker Banner