Samstag, 18. August 2018

Sechs Jahre Haft und Drogenentzug: Das ist das Urteil im Fall des 24-jährigen Drogendealers aus Mengede. Er hatte seiner 20-jährigen Cousine Anfang des Jahres mit einem Hammer den Schädel eingeschlagen.

Das Familiendrama spielte sich am 11. Januar in Mengede ab. Der 24-jährige Angeklagte war mit einem Hammer auf seine 20-jährige Cousine losgegangen. Sie überlebte den Angriff mit 13 Platzwunden und mehreren Schädelfrakturen, musste notoperiert und ins künstliche Koma versetzt werden.


In der Verhandlung vor dem Dortmunder Landgericht zeigte sich der Beschuldigte reumütig, gestand die Tat. Als Motiv gab er an, Angst davor zu haben, seine Familie zu verlieren. Er habe eine Beziehung zu seiner Cousine gehabt. Das bestätigte die Cousine jedoch nicht. Sie glaubte, er habe sie im Verdacht gehabt, seine Drogen an sich genommen zu haben.

Motiv bleibt ungeklärt

Letztlich konnte das Gericht das Motiv der Tat aber nicht abschließend klären. Der Richter verurteilte den 24-jährigen Dortmunder jetzt zu sechs Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Auch der Mordversuch wurde anerkannt, von diesem sei der Beschuldigte aber zurückgetreten, argumentierte das Gericht.

Das Strafmaß hatte auch sein Verteidiger vor dem Schöffengericht gefordert. Außerdem muss der 24-Jährige Dortmunder im Laufe seiner Gefägnisstrafe einen Drogenentzug machen.

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